Ehrlich Alfred

Alfred Ehrlich

*16.8.1909 in Preußisch Oldendorf, Lübbecke; +29. 3 1984 in Preußisch Oldendorf

Staatsangehörigkeit deutsch, staatenlos

Vater Georg Ehrlich *8.8.1864 in Preußisch Oldendorf; +14.9.1942 in Theresienstadt

Mutter Alma Fels *13.8.1878 in Kreiensen; Auschwitz

Geschwister

Irma Ehrlich *6.8.1907 in Pr. Oldendorf; oo Werner Stein; +1944 Stutthof

Siegfried Ehrlich *1.5.1916 in Pr. Oldendorf; +1944 Stutthof

Beruf „Arbeiter“

Adressen Preußisch Oldendorf; Frille 39 bei Minden; Hannover, zuletzt „Judenhaus“ Lützowstraße 3, Gemeindehauses der Jüdischen Gemeinde

Grete Cohn in Bergheim als Haushaltshilfe

Heirat Mai 1940 in Hannover Grete Cohn*14.11.1919 in Osnabrück; 2.11.1943 von Riga nach Auschwitz; +5.12.1943 in Auschwitz

Kinder

Gideon Ehrlich *16.4.1942 in Riga; 2.11.1943 von Riga nach Auschwitz; +5.12.1943

Weiterer Lebensweg

17.5.1939 in Pr. Oldendorf bei Minderheiten-Volkszählung mit Bruder Siegfried

Judenghettohaus Lützowstraße 3; jüdisches Gemeindehaus

Zwangsumzug ins Judenghettohaus Lützowstraße 3; jüdisches Gemeindehaus

15.12.1941 Transport Hannover-Riga zusammen mit der im 5. Monat schwangeren Frau Grete

18.12.1941 Ankunft Rangierbahnhof Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto Riga

22.12. 1941 mit 500 jungen Männern aus dem Ghetto Riga nach Salaspils zum Aufbau des Lager

16.8.1942 Rückkehr aus Salaspils

Juli-November 1943 schrittweise Auflösung des Ghettos Einrichtung des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald und verschiedener Betriebslager mit lokaler Kasernierung

2. November 1943 Ehefrau und Sohn Gideon nach Auschwitz deportiert und durch Gas ermordet

Sommer 1944 Auflösung des KL Kaiserwald, Riga

Juli – September 1944 Transporte der Arbeitsfähigen aus Riga per Schiff nach Stutthof

29.9.- 3.10.1944 140 Zwangsarbeiter ABA 701 mit dem Frachtschiff „Sanga“ nach Libau, Lettland

13.-14.10. 1944 Die letzten 50 Männer, 10 junge Frauen mit der „Drechtdijk“ auch „Drächtig“ nach Libau

1944 -15.4.1944 im KL Bergen-Belsen

15.4.1945 Befreiung Bergen-Belsen durch die 11. Panzer-Division der Royal Army

23.6.1945 Rückkehr als einziger Überlebender seiner Familie nach Preußisch Oldendorf.

29. 3 1984 Tod in Preußisch Oldendorf

Gedenken

Mahnmal Hannover mit den Namen der Ehefrau Grete und des Sohnes Gideon

Page of Testimony für Bruder Siegfried in Yad Vashem

Quellen

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_nwd_411215-24.html

https://juedisches-leben.kommunalarchiv-minden.de/getperson.php?personID=I3863&tree=jews

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de860342

https://www.stolpersteine-rehburgloccum.de/die-opfer/fam-busack/grete-ehrlich/

Alfred Ehrlich, in H.J. Karrasch, Dass diese sich nie wiederholen möge-12 nazistische Schreckensjahre, Broschüre, 2014; ISBN-Nr. 978-3-942685-35-1

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=en&s_id=&s_lastName=Ehrlich%20&s_firstName=Siegfried&s_place=&s_dateOfBirth=&cluster=true

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939  https://www.mappingthelives.org/

http://www.geschichtsverein-bordesholm.de/Veroeffentlichungen/Jahrbuecher/J06_7_Fentsahm_Evakuierungsmarsch.pdf

Gertrude Schneider, Reise in den Tod, Deutsche Juden in Riga 1941-1944, Laumann-Verlag, 2008

Hilde Sherman: Zwischen Tag und Dunkel. Mädchenjahre im Ghetto, Frankfurt/M.-Berlin-Wien, 1984

Aufbau, Nach Schweden gerettet; Ausgabe vom 22.6.1945

Bernd Philipsen, Fred Zimmak, Hrsg., Wir sollten leben, Novalis 2020

Dietlind Kautzky, Thomas Käpernick (Hrsg.), Mein Schicksal ist nur eins von Abertausenden VSA 2020

Mein besonderer Dank gebührt Fred Zimmak für die großzügige Unterstützung meiner Recherchen.

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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