Levinsohn Chaim

Chaim Boruch Levinsohn

*16.1.1920 in Libau; + April/Mai Bergen-Belsen

Staatsangehörigkeit deutsch, staatenlos

Vater Isak Levinsohn

Mutter Sara Levinsohn

Geschwister unbekannt

Beruf ?

Adressen Libau; Riga, Matisa 27-41

Weiterer Lebensweg

Bis 1940 wohnhaft in Riga Matisa 27-41

17.6.1940 Besetzung von Riga durch die Rote Armee

1.7.1941 Eroberung Rigas durch die deutsche Wehrmacht

25.10.1941 Schließung des Ghetto Riga

Juli-2. November 1943 schrittweise Auflösung des Ghettos Einrichtung des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald und verschiedener Betriebslager mit lokaler Kasernierung

November 1943 im Armeebekleidungsamt ABA 701 in Mühlgraben, Kasernierung

Sommer 1944 Auflösung des KL Kaiserwald, Riga

Juli – September 1944 Transporte der Arbeitsfähigen aus Riga per Schiff nach Stutthof

28.9.-1.10.1944 3155 Häftlinge aus Riga Kaiserwald, 300 von der Lenta auf dem Frachtschiff „Kanonier“ von Riga->Danzig

29.9.- 3.10.1944 140 Zwangsarbeiter ABA 701 mit dem Frachtschiff „Sanga“ nach Libau, Lettland

13.-14.10. 1944 Die letzten 50 Männer, 10 junge Frauen mit der „Drechtdijk“ auch „Drächtig“ nach Libau

SS-Sonderlager Libau in Lettland, Arbeit im Hafen, Be- und Entladen von Schiffen

22.10.1944 Fliegerangriff auf Libau mit zwei Toten unter den Häftlingen

22.12.1944 schwerer russischer Bombenangriff auf die besetzte Stadt, 14 Lagerinhaftierte kommen um

19. 2. 1945 200 Häftlinge von Libau auf dem mit Granaten- und Patronenhülsen beladenen Kohlefrachter „Balkan“ über die Ostsee erst Richtung Lübeck, wegen Bombenangriffen umgeleitet nach Hamburg;

27.2.1945 Ankunft in Hamburg, von der Gestapo in Gefängniswagen vom Hafen nach Fuhlsbüttel

27.2.1945 – 11.4.1945 Polizeigefängnis Fuhlsbüttel „Kola-Fu“, Zuchthaus und Konzentrationslager

15.3.1945 Todesmarsch von 54 männlichen Riga-Häftlingen von Kola-Fu nach Bergen-Belsen ausgewählt nach dem Alphabet von A bis H (verantwortlich für die Liste: Herbert Schultz)

April 1945 Fleckfieberepidemie im KL Bergen-Belsen verhindert „Evakuierung“

12./13. 4.1945 lokales Waffenstillstandsabkommen zwischen Wehrmacht und der Royal Army

15. 4. 1945 die 11. Panzerdivision übernimmt das zur neutralen Zone erklärte Konz.-Lager

Apri/Mai 1945 Chaim Levinsohn verstirbt in Bergen-Belsen nach der Befreiung

Quellen

List of names of Jewish residents of Latvia, the result of research by the Center for Judaic Studies at the University of Latvia under the supervision of Prof. Ruvin Ferber and with the cooperation of the Latvia State Historical Archives, 2002

Resident registration book, including the names of Jews, 27 Matīsa Street in Riga, 1927 – 1929

List of residents of 4 to 29 Matīsa Street in Riga who received food coupons, 1939-1940

https://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&itemId=11794021&ind=1

http://www.geschichtsverein-bordesholm.de/Veroeffentlichungen/Jahrbuecher/J06_7_Fentsahm_Evakuierungsmarsch.pdf

Christin Sandow (Hrsg.), Käthe Fries, Schießen Sie mich nieder, Lukas Verlag 2017

Gertrude Schneider, Reise in den Tod, Deutsche Juden in Riga 1941-1944, Laumann-Verlag, 2008

Hilde Sherman: Zwischen Tag und Dunkel. Mädchenjahre im Ghetto, Frankfurt/M.-Berlin-Wien, 1984

Aufbau, Nach Schweden gerettet; Ausgabe vom 22.6.1945

Bernd Philipsen, Fred Zimmak, Hrsg., Wir sollten leben, Novalis 2020

Dietlind Kautzky, Thomas Käpernick Hrsg., Mein Schicksal ist nur eins von Abertausenden VSA 2020

Mein besonderer Dank gebührt Fred Zimmak für die großzügige Unterstützung meiner Recherchen.

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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