Wolff Hermann

Hermann Wolff

*12.2.1888 in Mengede, Dortmund; + 23.4.1945 in Wetterfeld, Oberpfalz

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater August Wolff; Zugführer; +1924

Mutter Julie Cohen *2.10.1860 in Horstmar; +10.4.1943 in Theresienstadt

Geschwister

Beruf Kaufmann, Kistenmacher

Adressen Dortmund; Bocholt; Dinslaken; Dortmund, Hindenburg-Straße 6

Heirat Jeanette Cohen *22.6.1888 in Bocholt; 1951-1961 MdB; +19.5.1976 in Berlin

Kinder

Käthe, Julie, und Edith Wolff

Edith Wolff *24.11.1916 in Bocholt; oo Erich Marx; +20.1.1999 in Dinslaken

Julie Anne Wolff *26.10.1912 in Bocholt; + 25.11.1941 bei Massenerschiessung in Kowno Fort XI

Käthe Wolff *6.3.1920 in Bocholt; +1944 in Ravensbrück

Stieftochter (verstorben)

aus der ersten Ehe seiner Frau Jeanette; oo 7.7.1908 mit Philipp Fuldauer *18.1.1887 in Dinxperlo, +7.10.1909 in Dinxperlo

Margrieta Fuldauer *4.12.1908 in Dinxperlo; +22.9.1909 in Aalten NL

Weiterer Lebensweg

1932 Umzug nach Dinslaken

5. 3. 1933 – 17. 4. 1935 Ehefrau als SPD-Politikerin im Gerichtsgefängnis Dinslaken und Hamborn

1935 Umzug nach Dortmund

10.11.1938 inhaftiert im Novemberpogrom; „Schutzhaft“ im KL Sachsenhausen

17.5.1939 Hermann mit Ehefrau Jeanette den Töchtern Edith und Käthe Wolff sowie seiner Mutter Julie Wolff bei Minderheiten-Volkszählung

1939 Zwangsumzug in das sog. Judenhaus Williburgstraße 6

Dezember 1941 Ankündigung der „Umsiedlung in den Osten“

24.-27.1.1942 Sammellager Saal der Gaststätte „Zur Börse“ in der Steinstraße (beim Viehmarkt)

27.1.1942 Transport von Dortmund mit Frau Jeanette und den Töchtern Edith und Julie nach Riga,

1.2.1942 Ankunft Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto

30.3.1942 2. Dünamünde-Aktion im Ghetto Riga;

Juli-2. November 1943 schrittweise Auflösung des Ghettos; Einrichtung des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald und verschiedener Betriebslager mit lokaler Kasernierung; Kommandant des KL Kaiserwald Sturmbannführer Albert Sauer

Sommer 1944 Auflösung des KL Kaiserwald, Riga und seiner Außenlager

6. November 1943 Aufnahme KL Kaiserwald, Riga, Kasernierung im Außenlager

Ehepaar Wolff in wechselnden Außenkommandos u.a. ABA 701

Juli – September 1944 Transporte der Arbeitsfähigen aus Riga per Schiff nach Stutthof

6. – 8.8.1944 1. Großer Transport mit der „Bremerhaven“ von Riga nach Danzig

9.8.1944 Ankunft in Stutthof

13.8.1944 Deportation von1300 Männern aus Stutthof

16.8.1944 Ankunft mit 1300 Männern aus Stutthoff in Buchenwald

4 Wochen im Quarantänelager im KL Buchenwald, Unterbringung in Wehrmachtspferdeställen und Zelten

16.9.1944 Deportation in das Außenlager des KL Buchenwald an der Brüllstraße in Bochum, angegliedert der Geschossfabrik des Bochumer Verein; mit dem Zug von Buchenwald nach Bochum; 18.9.1944 Unterbringung in Baracken auf der Brüllstraße nahe dem Bochumer Verein; 88 mm Panzer-Granatenhülsen-Produktion

16.9. 1944 400 bis 500 Häftlinge aus dem KZ Buchenwald in das Außenlager Bochum

4.11.1944 Bombenangriff auf Bochum

18.3.1945 wurden die beiden Bochumer Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald, das AL Bochumer Verein und das AL Eisen- und Hüttenwerke AG geräumt

18.3.1945 Auflösung des Außenlagers Brüllstraße, Rücktransport von 1361 Häftlingen nach Buchenwald

21.3.1945 Ankunft von 1326 Häftlingen im KL Buchenwald

25.3.1945 Belegliste des Blockältesten (vermutlich Block 57)

5.4.1945 Selektion der 6000 Juden in Buchenwald; 3000 werden in das DAW-Werk geführt und von dort am 6.4.1945 aus dem Lager getrieben; Todesmarsch in Richtung KL Flossenburg

6.-10.4.1945 Evakuierung von ca. 28000 Häftlingen aus Buchenwald in geschlossenen Güterwaggons

16.4.1945 Ankunft im KL Flossenbürg

17.4.1945 Verladung von 2000 Männern in Güterwagons der Reichsbahn Richtung Dachau; in Schwarzenfeld von US-Fliegern gestoppt; Fußmarsch Richtung Dachau über Neukirchen, Neunburg, Pösing,

23.4.1945 Massaker von Pösing, 52 Männer SS im Gemeindehölzl von Wetterfeld erschossen oder erschlagen

+ 22.4.1945 in Stamsried, Pösing, Oberpfalz

3.5.1945 im Gemeindehölzl von Wetterfeld

3.5.1946 Exhumierung in Wetterfeld Landkreis Roding

erneut beigesetzt auf KZ-Friedhof Wetterfeld Grab 432

Exhumierungsliste

Gedenken

Grab 432 auf KZ-Friedhof Wetterfeld

7.3.2015 Stolperstein für Hermann Wolff in Dortmund Münsterstraße 42

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/search/person/7447325?s=82008%20Buchenwald&t=222836&p=1

Wolff, Jeanette: Sadismus oder Wahnsinn.Erlebnisse in den deutschen
Konzentrationslagern im Osten, Dresden o.J.
Wolff, Jeanette: Mit Bibel und Bebel, 2.korrig. Aufl. Bonn 1981

https://www.dinslaken.de/c12573a70061a420/files/jeanette_wolff_-_es_gehoert_mehr_mut_zur_liebe_als_zum_hass.pdf/

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT420127_Dortmund22.jpg

Ein Bochumer Konzentrationslager – Geschichte des Buchenwald-Außenlagers des Bochumer Vereins. Aufsätze, Fotos, Dokumente, hrsg. v. VVN-BdA (Kreisvereinigung Bochum), Bochum 2019, 112 S., ISBN: 978-3-931999-25-4

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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