Ginsburg Mania

Mania Miriam Ginzburg

*14.3.1924 in Piaski, Polen; ✡ 29.1.1989 in Netzer Sereni

Staatsangehörigkeit polnisch

Religion jüdisch

Vater Levi Rozenkopf *1890; ✡ 1943 im KL Trawniki

Mutter Shaine Korn; ✡ 14.3.1924

Stiefmutter Rachel Rozenkopf *1901 in Tirnowka; ✡ 1943 im KL Trawniki

Geschwister

Nechemia Rozenkopf *1920 in Piaski, Polen; ✡ 1943 im KL Trawniki

Shlomo Rosenkopf  *15.8.1914 in Piaski; ✡ 15.3.1993 in Paris; oo Cywia Goldfarb *1910 in Piaski

Beruf Arbeiterin

Adressen Piaski; Hattenhof Nr. 36; Afikim; Netzer Sereni

Heirat am 26.8.1946 in Afikim mit Mordechai Motek Ginzburg *14.9.1922 in Konskie; ✡22.6.1989 in Netzer Sereni

Kinder

Jaffa Ginzburg oo Stockhammer

Edna Ginzburg oo Elor

Doron Ginzburg

Weiterer Lebensweg

Die Mutter Shaine verstirbt bei Manias Geburt

In den Jahren 1938 und 1939 reist Bruder Shlomo mehr als 5-mal für wenige Tage in Palästina ein

1.9.1939 Einmarsch der Deutschen Wehrmacht in Polen

September 1939 Piaski kurzzeitig von der „Roten Armee“ besetzt; ein Teil der jüdischen Bevölkerung kollaboriert mit der sowjetischen Besatzungsmacht ein, manche Juden gingen in die Sowjetunion.

17.9.1939 marschieren die deutschen Truppen in Piaski ein

Frühjahr 1940 Ghetto Piaski

13.2.1940 Die Deportation von 1000 Juden aus Stettin ins Ghetto Piaski

März/April 1943 Evakuierung des Ghetto; Familie Rozenkopf zur Zwangsarbeit nach Trawniki

Bei Nurit Cohen Bacia heißt es:

Jedoch Haya, die zu den Partisanen gehörte, sorgte dafür, dass Mania und ihre Schwester armenische Papiere erhielten, damit sie nach Deutschland gehen konnten, um dort als Polen zu arbeiten.“
Mania verbringt den Krieg als Polin in deutschen Zwangsarbeiterlagern.
August 1945 geht sie zusammen mit Zygmunt Szczerczowski, Sarah Lehmann und Halosha auf den Gehringshof. Dort lernt sie auch ihren späteren Ehemann Motek Ginsburg kennen.

18.10.1940 Entlassung aus dem Städtischen Krankenhaus Fulda

Die beiden gehören vermutlich zu den Ma’apilim auf der SS TEL HAI

Mitte Dezember 1945 über 60 Chaluzim des Kibbuz Buchenwald aus Geringshof und Gersfeld werden zur Vorbereitung auf die Bricha auf Lastwagen der Jewish Brigade nach Bergen Belsen transportiert

17.3.1946 Einschifung auf der SS TEL HAI von 736 Migranten in Marseille, davon etwa 300 NOHAM Mitgliedern, etwa 60 vom Gehringshof und aus Bergen-Belsen

28.3.1946 Ankunft der TEL HAI in Haifa

Nach wenigen Tagen in Atlith geht die „Kibbuz Buchenwald“-Gruppe in den Kibbuz Afikim, nachdem sich die Britische Protektoratsbehörde ein letztes Mal überreden lässt, die Zahl der Ma’apilim auf die ausstehenden Zertifikatskontigente anzurechnen

Gedenken

Quellen

Judith Tydor Baumel, Kibbuz Buchenwald, Hrsg. Kibbuz HaMeuhedet, Tel Aviv 1994

Zeugnisse aus dem Tal des Todes, Veteranen des Kibbuz Netzer-Sereni erzählen; Oranit Verlag, 1998

https://newrepublic.com/article/151061/road-buchenwald

https://www.jewiki.net/wiki/Netzer_Sereni

https://de.wikipedia.org/wiki/Netzer_Sereni

Home – Deutsch

BILDER & DOKUMENTE – הכשרות החלוץ בגרמניה – דור המשך (hachshara-dor-hemshech.com)

https://www.mappingthelives.org

http://www.dpcamps.org/listDPCampsbyTeamNo.pdf

http://www.fuldawiki.de/fd/index.php?title=Gehringshof

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/78790374

Arolsen Archives, Arolsen Signatur DE ITS 2.1.1.1 HE 016 JÜD 7 ZM

https://yvng.yadvashem.org/ad

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch

Staatsarchiv Israel, Einwanderungslisten

Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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