Ramer Hanna

Hanni Ramer

*29.11.1932 in Gelsenkirchen; ✡ 15.5.2000

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Jakob Beer Ramer *9.2.1903 in Dzwiniacz, Galizien;✡ 20.3.1942 Sachsenhausen

Mutter Liebe Lilly Lisa Fahn *22.1.1903 in Dzwiniacz;✡ unbekannt

Onkel David Ramer, London

Geschwister keine

Beruf Schülerin

Adressen Gelsenkirchen, Schalker Straße 38

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

Hanna schon vor dem Novemberpogrom in die Niederlande, kehrt aber wegen starkem Heimweh zurück

10.11.1938 Novemberpogrom; Andreas Jordan auf der Webseite Stolpersteine Gelsenkirchen:

„In der so genannten „Kristallnacht“ im November 1938 musste das kleine Mädchen versteckt unter einem Bett miterleben, wie ihr Vater in der eigenen Wohnung an der Schalker Straße von Nazischergen beinahe totgeschlagen wurde. Die Schläger ließen nur von Jakob ab, weil sie dachten er wäre bereits tot. Max Tepper, der gegenüber wohnte, sorgte dann dafür, dass der schwerverletzte Jakob Beer Ramer ärztlich behandelt wurde.“

17.5.1939 Hanni Ramer mit den Eltern in Gelsenkirchen Schalker Straße 38 bei der Minderheiten-Volkszählung

27.6.1939 Hanni Ramer auf dem 19. England Kindertransport über Hoek van Holland nach Harwich

20. 3.1940 Vater Jakob inhaftiert in das KZ Sachsenhausen, Häftlingsnummer 17570; es ist anzunehmen, dass er bereits im September 1939 nach Kriegsbeginn gegen Polen als „feindlicher Ausländer“ in der Zweiten Polenaktion verhaftet wurde.

Umzug der Mutter als Hausangestellte nach Essen, Gänsemarkt 18

10.11.1941 Mutter Lilly auf der Liste der Gestapo Düsseldorf, Essener Juden zur Deportation nach Minsk

20. 3.1942 Tod von Jakob Beer Ramer im KL Sachsenhausen, offiziell „Kreislaufschwäche bei Grundleiden Ruhr“. Seine Leiche wird eingeäschert.

19.10.1945 Onkel David Ramer aus London stellt eine Rot-Kreuz- Suchanfrage nach seinem Bruder Jakob und Frau Lisa

16.-26.11.1947 Hanna Ramer auf dem US-Marinetransporter MARINE JUMPER von Southampton nach New York

Gedenken

2016 Stolpersteine für Klara Fahn und Arnold Steuer in Essen, Turmstraße 17

Stolpersteine für Hanna und ihre Eltern in Gelsenkirchen, Florastraße/Höhe Kennedyplatz

Quellen

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de946990

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de946991

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411110-Essen5.jpg

http://www.stolpersteine-gelsenkirchen.de/stolpersteine_familie_ramer.htm

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4131283

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11198924

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 7509); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85

Totenbuch Sachsenhausen, dort verzeichnet unter dem Nachnamen „Rammer“
Standesamt Oranienburg, Sterbebuch Reg. Nr. 835/42 (Angaben ITS von 1990)
Stadtarchiv Oranienburg
Liste der jüdischen Kultusgemeinde vom 4.6.1946 „betr. Deportation 27.1.1942“ in StA Gelsenkirchen

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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