Willy Jakob Löb
*29.7.1923 in Merxheim; ✡ 1982
Staatsangehörigkeit deutsch; staatenlos
Religion jüdisch
Vater Artur Loeb *8.9.1891 in Merxheim; ✡20.3.1943 Sobibor
Mutter Clara Bloch *3.1.1900 in Gailingen; ✡20.3.1943 Sobibor
Geschwister
Ruth Loeb *18.9.1921 in Merxheim; ✡1968; oo Ernst Mayer (1917-2010)
Ida Loeb *18.1.1927 in Merxheim; ✡20.3.1943 Sobibor
Rolf Fred Loeb *24.4.1939 in Hilversum; ✡20.3.1943 Sobibor
Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant
Adressen Kreuznach; Loosdrecht
Heirat –
Kinder –
Weiterer Lebensweg
4.3.1938 Familie Löb aus Kreuznach nach Huizen bei Hilversum, Noordholland


25.3.1938 Willy Löb im Jugendalija-Heim Het Paviljoen in Loosdrecht; Eltern und Geschwister Ida und Rolf, Wohnadresse 1938-1942, Nieuwe Dijk; Wijk No D 267
Het Paviljoen Loosdrechtse Rade
Im Jahre 1939 eröffnete die Jeugdalijah in Amsterdam das Hachschara Zentrum „Het Paviljoen Loosdrechtse Rade“, nachdem das Waisenhaus Vondelhof in Amsterdam diese Funktion verloren hatte. 99 Jugendliche fanden hier Zuflucht. Zwischen 1939 und 1940 bestand alternativ das Zentrum in Mijnsheerenland.
Nachdem Einmarsch der Wehrmacht am 10. Mai 1940 wurde das Lager kurzfristig nach Alkmaar evakuiert.
Als ab Juli 1942 die ersten Massen-Deportationen nach Auschwitz einsetzten, beschlossen die Madrichim Miriam Waterman und Menachem Pinkhof, die 30 Jugendlichen Mitte August 1942 mit Hilfe des Netzwerks von Joop Westerweel in Verstecken untertauchen zu lassen.
12.8.1942 Erica Blüth erfährt beim Joodse Raad und übermittelt mit Codewort per Telefon, dass auch die Chaluzim aus Loosdrecht ins Kamp Westerbork gebracht werden sollen. Die Madrichim Menachem Pinkhof und Schuschu Simon sowie Miriam Waterman beschließen, die 30 Jugendlichen mit Hilfe des Netzwerks von Joop Westerweel in Verstecken untertauchen zu lassen.
15.7.-15.8.1942 von den Madrichim Schuschu Simon und Menachem Pinkhof werden Verstecke für alle Jugendlichen gesucht.
13.8.1942 Ankündigung von Pinkhof und Simon, dass alle Chaluzim im Verstecke gebracht werden. Die ersten werden noch am selben Abend weggebracht.
Nachdem Jakob Willi Löb wie alle Chaluzim aus Loosdrecht von der Westerweel groep in Verstecken untergebracht sind, geht die Familie nach Amsterdam
Kamp Westerbork
11.3.1943 die Familie wird im Versteck entdeckt und verhaftet und als Strafgefangene in das polizeiliche Durchgangslager Westerbork gebracht.

Dort werden die Eltern und die Geschwister in der extra bewachten Strafbaracke Nr. 65 eingesperrt und auf den nächsten abgehenden Transport gesetzt.
17.3.1943 Eltern und die Geschwister Rolf und Ida auf dem Transport von Westerbork nach Sobibor
20.3.1943 Tod der Eltern und Geschwister Rolf und Ida in Sobibor
Nachkriegszeit

Schwester Ruth überlebt im Versteck „opgedoken“
10.1.1949 Emigration von Jakob Löw nach New York
Gedenken –
–
Quellen
https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Arthur%20L%C3%B6b%201891%22%7D
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130335328
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130335323
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130339056
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de917674
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939