Grier Manfred

Manfred Grier

*17.1.1927 in Amsterdam; ✡ 31.3.1944 in Auschwitz

Staatsangehörigkeit  staatenlos

Religion jüdisch

Vater Osias Oskar Grier *29.12.1896 in Kanczuga; ✡29.6.1937 in Amsterdam

Mutter Regina Rebekka Goldhaber **28.11.1904 in Kolomea; ✡19.11.1943 in Auschwitz

Großeltern Majer Jakob Grier und Marjem Frommer

Großeltern Jakob Goldhaber und Dora Weissbach; ✡23.7.1943 im KL Sobibor

Onkel Dr. Leopold Goldhaber

Geschwister

Martin Grier *2.2.1931 in Amsterdam; ✡19.11.1943 in Auschwitz

Charlotte Grier *12.2.1933 in Amsterdam; ✡19.11.1943 in Auschwitz

Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant

Adressen Amsterdam, Sarphatistraat 98, Prinsengracht 18; Zandvoort; Loosdrecht

Heirat  ledig

Kinder

Weiterer Lebensweg

1934 Zuzug von Zandvoort nach Amsterdam

Jeugdalijah

Im Jahre 1939 eröffnete die Jeugdalijah in Amsterdam die Hachschara Zentren in Mijnsheerenland und „Het Paviljoen Loosdrechtse Rade“, nachdem das Waisenhaus Vondelhof in Amsterdam diese Funktion verloren hatte. Ab 1939 bestand parallel der Jugendalija Hof van Moerkerken in Mijnsheerenland für unter 15-Jährige. Wegen des Räumungsbefehls für alle Juden in den Küstenregionen musste Mijnsheerenland am 16.10.1940 geschlossen und 25 Chaluzim in Loosdrecht untergebracht werden

Het Paviljoen Loosdrechtse Rade

Nach dem Einmarsch der Wehrmacht am 10. Mai 1940 wurde die Bewohner kurzfristig nach Alkmaar evakuiert. 99 Bewohner fanden hier Zuflucht.

30.4.1942 Manfred Grier in das Heim der Jugendalijah in Loosdrecht, „het Paviljoen“

7.7.1942 Aufforderung an die Amsterdamer Juden, sich freiwillig zum „Arbeitseinsatz“ zu melden.

14./15.7.1942 Razzia in Amsterdam; Registrierung in Westerbork und Deportation nach Auschwitz

10.8.1942 Rückkehr zur Mutter nach Amsterdam

31.1.1943 Mitarbeiter eines Gartenbau-Lehrgangs in Amsterdam,Volkstuin des JR

7.3.1943 Manfred Grier ins Polizeiliche Juden Durchgangslager Westerbork

11.5.1943 verlegt in das Kamp Amsterdam, Oude Schans als „nechtwaker“ Nachtwächter

21. 5. 1943 Manfred eingewiesen ins KL VUGHT (als Strafgefangener?)

27.5.1943 Mutter Regina, Charlotte und Martin Grier nach Westerbork, Baracke 61

2.7.1943 Verlegung von Martin ins Durchgangslager Westerbork, Baracke 61

16.11.1943 Transport von Manfred mit Mutter Regina, Charlotte und Martin Grier von Westerbork  nach Ausschwitz

Zu seiner Mutter gibt es die Mitteilung, sie sei noch zuletzt in Bergen-Belsen gewesen.

Sobibor

23.7.1943 Tod der Großeltern Goldhaber im KL Sobibor

Gedenken

„Struikelstenen“ für Manfred, seine Mutter und beide Geschwister in Amsterdam

19.1.1979 Pages of Testimony für Regina, Martin und Charlotte Grier von Onkel Leopold Goldhaber

Quellen

Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998

Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945

https://www.joodsmonument.nl/en/page/533729/about-manfred-grier

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Grier%22%7D

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130297110

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

https://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=Category:Stolpersteine_in_Amsterdam

https://www.gfh.org.il/eng/Archive

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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