
Elsa Esther Zurawel geb. Scheiner
*2.4.1917 in Landsberg; ✡5.4.1980 in Givat Brenner
Staatsangehörigkeit polnisch, britisch
Religion jüdisch
Vater Scheiner
Mutter Hava Eva Berggrün *1.6.1889 in Leipzig; ✡in Tel Aviv
Onkel Isaak Scheiner *19.2.1889 in Solotwina
Tante Judith Hillmann *2.10.1893 in Nadworna; 18.12.1987 USA
Geschwister
Nechama Netty Scheiner *23.7.1920; April 2001 Ramat Gan; oo Abraham Weiller
Mordechai Motel Scheiner *23.6.1926; 1993 in Ashdod
Cousinen
Klara Scheiner *19.10.1920 in Landsberg; ✡ Erich Ludwig Schneider
Thea Scheiner *28.6.1928 in Landsberg; ✡ USA
Beruf Landarbeiterin; Heimleiter
Adressen Leipzig; Givat Brenner; Loosdrecht; Camden
Heirat
Erste Ehe
Jakob Jack Zurawel 28.9.1913 in Leipzig; ✡ 10/1997 in Camden, Greater London

Zweite Ehe 1948 Dario Mordoch *9.5.1914 in Saloniki ; ✡6.9.2001
Kinder vier
Joel Gilbert Zurawel *25.6.1939 in Paris; oo 1969 Philippa Silverstone
Enkel

Tracey Zurawel
Sascha Zurawel *8.12.1970 im King‘s College Hospital
Weiterer Lebensweg
Frühe Alija von Jakob Zurawel nach Palästina, Kibbuz Givat Brenner
8.9.1934 Elsa Scheiner nach Amsterdam
12.2.1935 Elsa Scheiner von Amsterdam nach Palästina
24.12.1937 Cousine Klara aus Rüdnitz von Triest zur Alija mit Arbeiterzertifikat des Hechaluz Kategorie C
Jakob Zurawel im Kibbuz Givat Brenner
Er wird als Sjalach (Gesandter) des Kibbuz nach Europa geschickt, um Jugendliche für die Alija zu werben.
Paris
25.6.1939 Geburt des Sohnes Joel in Paris
30.6.1939 Jakob Zurawel nach Amsterdam, Fredericksstraße 18 a

26.7.1939 Elsa Zurawel folgt am 26.9.1939
Jeugdalijah
Im September 1939 eröffnete die Jeugdalijah in Amsterdam die Hachschara Zentren in Mijnsheerenland und „Het Paviljoen Loosdrechtse Rade“, nachdem das Waisenhaus Vondelhof in Amsterdam diese Funktion verloren hatte. In der im „Paviljoen“ inszenierten Operette hieß es über die Auflösung des Vondelhof, dass Zurawel eines Abends die Jugendlichen zusammengerufen hatte:
„Der Anfang war im Vondelhof. Da kam Jakov plötzlich herein, Ruft „Assefah!“ und als da war unsere Chewra, begann er zu berichten: „Chawerim, das Comite hat beschlossen unser Heim den Vondelhof aufzulösen. Unsere Chawerim werden auf zwei neue Heime verteilt werden. Loosdrecht und Mijnheerensland.Ich selbst werde in nächster Zeit mit einer Gruppe von euch nach Loosdrecht gehen, um dort en Jugendalijah-Heim aufzubauen. Das ist was ich euch zu sagen habe.“
Leo Schwarzschild geht als Madrich mit.
Mijnsheerenland
Ab 1939 bestand parallel der Jugendalija Hof van Moerkerken in Mijnsheerenland für unter 15-Jährige.
Wegen des Räumungsbefehls für alle Juden in den Küstenregionen musste Mijnsheerenland am 16.10.1940 geschlossen und 25 Chaluzim in Loosdrecht untergebracht werden
Het Paviljoen Loosdrechtse Rade
Von September 1939 bis August 1942 fanden hier 99 Bewohner Zuflucht.
11.9.1939 Jakob Zurawel eingestellt als Leiter des „Het Paviljoen“ mit Frau Elsa und Sohn in das Heim der Jugendalijah in Loosdrecht, offiziell noch als Joodse Vluchtelingenkamp bezeichnet.

10.5.1940 Überfall der Wehrmacht auf die Niederlande.
Familie Zurawel, mit britischem Pass ausgestattet, kann er in den ersten Kriegstagen mit der Familie nach England flüchten. Uri Koch, als weiterer Sjalach, Leiter in Mijheerensland, aus dem Kibbuz Na’an Leiter in Mijheerensland bleibt und wird später als britischer Zivilgefangener in einem Kriegsgefangenlager interniert.
Nachkriegszeit
Scheidung
Alija nach Palästina
1948 Heirat mit Dario Mordoch
1-3/1969 Sohn Joel heiratet Philippa Wynne in St. Marylebone, Greater London
31.3.1992 Joel Gilbert Zurawel erklärt als Company director seinen Bankrott vor dem High Court of Justice
August 1992 Joel Gilbert Zurawel ist Dealer in Surplus Motor Components
Gedenken
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Quellen
Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998
Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945
https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Zurawel%22%7D
https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Scheiner%201917%22%7D
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767
https://www.gfh.org.il/eng/Archive
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Jewish Chronicle, London 18.12. 1972