Jonas Heinz

Heinz Jonas

*28.3.1916 in Neuhaldensleben; ✡ ?

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater ?; ✡?

Mutter ?; ✡ ?

Geschwister

Fritz Bernd Jonas *9.2.1919 in Neuhaldensleben; oo Gerda Kayem *26.4.1919 in Kaiserslautern; ✡ 25.12.2002 in Israel

Adressen Neuhaldensleben; Büsingen; Wieringermeer;

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

Werkdorp Nieuwe Sluis Wieringermeer

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt Heinz Jonas mit einer kleinen Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

Anfang 1937 Offizielle Eröffnung der nun fertiggestellten Anlage.

24.4.1934 Heinz Jonas angemeldet aus Büsingen bei Basel zum Aufbau des Werkdorp

14.7.1936 Heinz Jonas abgemeldet aus dem Werkdorp zur Alija nach Palästina

3.8.1936 Ankunft von Heinz Jonas in Haifa mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS

26.4.1938 Bruder Bernd Jonas zur Hachschara in das Werkdorp

30.3.1939 Bruder Bernd Jonas abgemeldet aus dem Werkdorp zur Alija nach Palästina

Ebenfalls im Werkdorp waren Siegbert Jonas (*27.1.1911 in Posen) und Gerhard Jonas (*16.4.1921 in Berlin)

21.3.1939 Ankunft von Bruder Bernd mit seiner Frau Gerda Kayem in Haifa

11.5.1940 Einbürgerung von Heinz Jonas in Palästina

2. 9. 1941 Gemeinsame Einbürgerung von Bruder Bernd mit Gerda Kayem in Palästina

Gedenken

Grabsteine für Gerda Katz und ihre Tochter Narda auf dem Sde Warburg Cemetery, Israel

12.10.2015 10 Stolpersteine für Gerda Kayem und ihre Familien in Kaiserslautern, Glockenstraße 83

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de890533

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127212883

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/ein-kibbuz-in-westfalen

https://www.wochenblatt.com/landleben/nachrichten/fluchtpunkt-landwirtschaft-ein-bauernhof-als-rettende-insel-12528911.html

https://archive.org/stream/MitteilJdischerPfadfinder/Nr.%2010%20%281936%29_djvu.txt Jüdische Einwohner von Westerkappeln seit 1933 mit Belegungsliste Westerbeck, erstellt von der Gemeinde Westerkappeln am 14.11.1946

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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