Otto Mannsbach
*18.8.1915 in Beverungen, Höxter; ✡12.4.1943 in Buenos Aires
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Karl Mannsbach *23.1.1867 in Beverungen ; ✡ 19.9.1942 in Leipzig
Heirat der Eltern am 6.6.1898 in Beverungen
Mutter Luise Luc Rosenstein *23.3.1875 in Beverungen; ✡17.9.1944 in Theresienstadt
Großeltern Abraham Mannsbach und Bertha Udewald
Großeltern Salomon Rosenstein und Bertha Hirsch
Großtante Louise Udewald
Geschwister
Willy Mannsbach *Mai 1899 in Beverungen; ✡ 27.7.1899 in Beverungen
Toni Berta Mannsbach*31.7.1900 in Beverungen; ✡26.11.1990 in Hackensack, NJ; oo Max Stern
Grete Mannsbach *2.10.1901 in Beverungen; ✡28.5.1943 in New York oo 1923 Max Dlugatsch
Lilly Mannsbach *12.12.1903 in Beverungen; ✡ 23.7.1995 in Fulton, Georgia; oo Bernhard Goldschmidt

Richard Mannsbach *12.1.1905 in Beverungen; Leipzig; ✡ ?
Heinz-Oskar Mannsbach *5.2.1912 in Beverungen; Bolivien
Beruf Landwirtschaftlicher Volontär
Adressen Beverungen, Höxter; Leipzig, Poetenweg 13; Gelsenkirchen; Werkdorp Wieringen Nieuwesluizerweg 42, Slootdorp (Wieringen);
Heirat ledig
Kinder –
Weiterer Lebensweg
1913 Mutter Luise „Luc“ Schützenkönigin
1918 „Bei der Stadtverordnetenwahl erhielt der Kaufmann Karl Mannsbach in seinem Wahlkreis die meisten Stimmen und nahm damit an der ersten Stadtvertretung nach dem Ersten Weltkrieg teil.“
Die Kinder Mannsbach besuchen die Privatschule in Lauenförde (Sitz der Holzfirma Löwenherz).
Ostern 1931 Wechsel von Otto Mannsbach auf das König-Wilhelm-Gymnasiums in Höxter
1.12.1932 Abgang von Otto Mannsbach aus dem KWG mit der Mittleren Reife, um einen „praktischen Beruf“ zu ergreifen.
5.8.1935 die Familie der Schwester Grete Dlugatsch lebt in Leipzig
8.10.1935 Zuzug von Bruder Heinz nach Leipzig
Sowohl Otto wie auch sein Bruder Heinz sollen zur Hachschara in Groß-Breesen gewesen sein.
1.4.1938 Zuzug der Eltern nach Leipzig
Oktober 1938 Emigration von Schwester Toni Stern mit Familie nach San Francisco
Oktober 1938 Emigration von Schwester Lilly nach New York
17.5.1939 Vater Karl, Mutter Luc und Bruder Heinz in Leipzig bei der Minderheitenzählung
5.6.1939 Emigration von Bruder Heinz nach Bolivien
26.4-6.5.1939 Schwester Grete und Mann Max Dlugatsch auf der SS PRESIDENT HARDING von Hamburg nach New York
Werkdorp Nieuwe Sluis
1936 Otto Mannsbach aus Gelsenkirchen zur Hachschara ins Werkdorp Wieringen


Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)
Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.
Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs
Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.
21.9.1936 Otto Mannsbach aus Gelsenkirchen kommend ins Werkdorp
16.10.1936 Offizielle Anmeldung von Otto Mannsbach in der Gemeinde Barsingerhorn
Anfang 1937 Offizielle Eröffnung der nun fertiggestellten Anlage.

2.1.1938 Formale bedingte Ummeldung auf die Gemeinde Wieringermeer
30.12.1938 offizielle Abmeldung von Otto Mannsbach aus dem Werkdorp



12.4.1943 Tod von Otto Mannsbach in Buenos Aires
Heimeinkaufsvertrag Theresienstadt

12.9.1942 Mutter Luise wird genötigt, das gesamte Vermögen in Höhe von 1442,50 RM für einen fiktiven Heimeinkaufsvertrag der RVJD zu überschreiben, die den Betrag dann an die Reichsfinanzkasse überweisen muss.

18.9.1942 Verbringung von 440 Juden aus Leipzig in das Sammellager – Schule in der Yorckstraße

19.9.1942 Tod des Vaters in Leipzig
19.9.1942 Zustieg von 73 Juden aus Halle und 440 aus Leipzig auf dem Güterbahnhof Engelsdorf in den aus Erfurt/Weimar kommenden Zug
Mutter Luise auf dem Transport XVI/1 von Leipzig nach Theresienstadt;
20.9.1942 Ankunft in Theresienstadt
17.9.1944 Tod der Mutter in Theresienstadt
Gedenken
Grabstein für Otto Mannsbach auf dem Cementerio Comunitario De Ciudadela
Dank
Besonderer Dank an Fritz Ostkämper und Claudio Lipper für wertvolle Hinweise und Dokumente
Quellen
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 6325); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/129826686
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/70289525
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/129826699
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/128455502
https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_mid_420919.html
https://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/23563-luise-mansbach
Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938
https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer