Berthold Aron Katzenfuss/ Katz
*11.12.1915 in Lübeck; ✡19.7.2000 in Lübeck
Staatsangehörigkeit polnisch/staatenlos
Religion jüdisch
Vater Max Moses Katzenfuß *6.12.1876 in Preußisch Holland; ✡30.12.1921
Heirat der Eltern 17.8.1904 in Lübeck
Mutter Emma Cohn *19.1.1880 in Lübeck; ✡ 21.1.1942 in Riga
Onkel Bruno Katzenfuss *25.12.1880 in Preußisch Holland; ✡ in Riga
Tante Caroline Katzenfuss geb. Cohn, Schwester von Emma Cohn; ✡ in Riga
Geschwister
Marie Katzenfuss * 1905 in Lübtheen, Mecklenburg; oo Luckmann, „Mischehe“
Felix Katzenfuss * 2.1.1908 in Lübtheen; ✡8.5.1934, Motorradunfall
Ruth Rebekka Katzenfuss * 31.1.1913 in Lübeck; Shanghai; ✡16.12.1959; oo Holzblatt;
Josef Katz *1.4.1918 in Lübeck; ✡14.8.1990 in Los Angeles
Beruf –
Adressen Lübeck Braunstraße 6
Heirat –
Kinder –
Weiterer Lebensweg
Gemeinschaftsschule Domkirchhof, Mittelschule
August 1937 Pogrom in Lübeck, der Laden der Familie wird verwüstet
11.11.1938 Verhaftet im Novemberpogrom,
„Schutzhaft“ in der Strafanstalt Lauerhof
20.12.1939 entlassen aus dem Gefängnis
Frühjahr 1939 Berthold mit Bruder Josef im Hachschara-Gut Ellguth
17.5.1939 mit Berthold mit Bruder Josef im Hachschara-Lager Falkenberg, Klein Schnellendorf bei der Minderheiten-Volkszählung
1.9.1939 Überfall der Wehrmacht auf Polen; polnische Lübecker müssen sich regelmäßig auf der Polizeiwache melden
Alija beth auf der SS HILDA – Sonderhachschara 2
Sept. 1939 Berthold nach bestandener Prüfung mit Arbeiter-Zertifikat nach Palästina
12.10.1939 Bahnfahrt von Berlin über Frankfurt und Passau nach Wien; die zweite Hälfte des Transportes kam von Breslau nach Wien
14.10. 1939 Ankunft in Wien, über die Schwarzmeerroute Bratislava, Budapest, Belgrad, Bukarest
6.11.1939 Ankunft in Sulina, Schwarzmeer-Hafen
26.11.1939 Abfahrt mit 729 Passagieren auf der SS HILDA
15.1.1940 hinter den Dardanellen von britischer Marine gestoppt und geentert
22.1.1940 Ankunft vor der Dreimeilen-Zone vor Haifa
24.1.1940 Britische Mandatsbehörden verweigern die Landung
29.1.1940 Ankunft Haifa nach Abschluß von Verhandlungen zwischen Sochnut (Jewish Agency) und britischer Mandatsregierung
29.1.1940 mit Bussen in das Internierungslager nach Athlith verbracht
18.2.1940 Entlassung der Frauen aus dem Lager
20.2.1940 Registrierung in Atlith; gibt als Referenz Hermann Schild in Lübeck an , als Gemeindeältesten Rabbi Carlebach (Dokument D/833/40/CHU);
29.7.1940 Entlassung der Männer aus dem Lager Athlith
Neuendorf – Riga – Salaspils
6.12.1941 Bruder Josef mit der Mutter von Lübeck über Oldesloe mit dem Hamburger Transport nach Riga
10.12.1941 Ankunft in Riga Skirotawa; Fußmarsch ins Lager Jungfernhof
18.12.1941 mit 500 jüngerer Männer aus dem Jungfernhof ins Lager Salaspils
Tod der Mutter im Ghetto Riga
April 1942 aus Salaspils ins Ghetto Riga
Bruder Josef überlebt Salaspils, Riga und die Todesmärsche
Gedenken
25.4.1999 Pages of Testimony für Emma Katz ihre Schwester Lina und Bruno Katz von Mikhal Zahavi
Quellen
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Josef Katz, Erinnerungen eines Überlebenden, Neuer Malik Verlag, 1988
https://www.stolpersteine-luebeck.de/main/adressen/braunstrasse-6.html
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de894827
Margit Naarmann, Ein Auge gen Zion, Paderborn, 2000; ISBN3-89498-087-7
https://collections.arolsen-archives.org/en/search/person/4516751?s=Katzenfuss&t=2500411&p=2
https://www.ushmm.org/online/hsv/person_view.php?PersonId=9982316