Rosenzweig Isidor

Isidor Izek Harry Rosenzwaig/Rosenzweig

*1.8.1891 in Kalisz; ✡ 4.6.1941 in Pirna-Sonnenstein

Staatsangehörigkeit polnisch, staatenlos

Religion jüdisch

Vater Manasse Rosenzwaig *1856 in Kalisz; ✡ 2.4.1923 in Frankfurt

Mutter Hinda Blum in Kalisz; ✡?

Geschwister

Leopold Rosenzweig *16.2.1882 in Kalisz; ✡ 1939; oo Gustel

Adolf Abraham Rosenzweig *17.11.1886 in Kalisz; ✡ 16.6.1939 in Frankfurt; oo Berta Baila Grünebaum

Lina Laja Rosenzweig *1897 in Kalisz; ✡ 1942 in Auschwitz; oo 1917 Faiwel Rohr

Gustel Rosenzweig *1898 in Kalisz; ✡ 1942 in Auschwitz ; oo Herman Fajfer

Beruf Kaufmann, Schneider

Adressen Kalisz; Gelsenkirchen, Kirchstraße 33, Liboriusstraße 73, Schalker Straße 49

Heirat  

22.8.1919 in Frankfurt mit Johanna Hess *25.8.1892 in Frankfurt

Grete Jäckel *12.8.1905 in Rosulna / Nadworna; ✡Mai 1979 in Camberwell, England

Kinder

Arnold Robert Hess *6.10.1921 in Frankfurt; oo Marylyn Schlessel geb. Greenbaum *1924 in New York

Weiterer Lebensweg

Erste Polenaktion

28.10.1938 mit über 80 Juden aus Gelsenkirchen nach Zbaszyn deportiert

Rückkehr mit Grete Jeckel nach Gelsenkirchen

17.5.1939 Isidor Rosenzweig mit Grete Jeckel in Gelsenkirchen, Liboriusstraße 73

Zweite Polenaktion

1.9.1939 Überfall der Wehrmacht auf Polen

7.9.1939 Befehl zur Verhaftungsaktion durch Reinhard Heydrich, reichsweiter Funkspruch des RSHA, alle polnischstämmigen Männer als „feindliche Ausländer“ zu verhaften

7.-15.9.1939 Reichsweite Verhaftungen polnischstämmiger Männer Juden und Funktionäre polnischer Verbände zunächst in die örtlichen Polizeigefängnisse

20.3.1940 Verlegung von Isidor Rosenzweig in das KL Sachsenhausen

Sonderbehandlung 14f13

Das Sonderaktenzeichen „14f13“ bezeichnet in der Tarnsprache der SS mit „14f“ den Todesfall im Konzentrationslager, mit „13“ die Todesart Vergasung

4.6.1941 Verbringung der für die 14f13 Euthanasie selektierten Männer aus dem KL Sachsenhausen in die Tötungsanstalt Pirna, in die frühere Heil- und Pflegeanstalt Pirna-Sonnenstein

4.6.1941 Tod von Isidor Rosenzweig in der Tötungsanstalt in Pirna-Sonnenstein

von Juni bis August 1941 wurden über 1 031 Häftlinge aus den Konzentrationslagern Auschwitz, Buchenwald und Sachsenhausen durch CO-Gas in der Tötungsanstalt Sonnenstein/Pirna In der Anstalt Sonnenstein durch CO-Gas erstickt.

Die Familien der Ermordeten erhielten eine Woche später einen vom Lagerarzt in Sachsenhausen fingierten Totenschein mit gefälschtem Datum, Ort und Todesursache

4.6.1941 Tod von Isidor Rosenzweig in der Tötungsanstalt in Pirna-Sonnenstein

Gefälschte Angaben zu Todesort/ -datum in der Sterbeurkunde: Sachsenhausen/ 10.06.1941 sind fiktiv und dienten der Verschleierung

Rosenzweig auf einer Namensliste von verstorbenen Häftlingen des Konzentrationslagers Sachsenhausen, deren Urnen auf dem Waldfriedhof Güterfelde beigesetzt wurden

Gedenken

Pages of Testimony

Grabstein für

Quellen

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de954383

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4137167

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4131717

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130640058

http://www.stolpersteine-gelsenkirchen.de/stolpersteine_familie_eberhard_hirsch.htm

http://gelsenzentrum.de/juden_ausweisung_polen_1938.htm

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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