Lucie Aptroot geb. Lewy
*22.7.1912 in Aplerbeck (DO); ✡ ?
Staatsangehörigkeit deutsch; niederländisch
Religion jüdisch
Vater Benno Levy *26.8.1889 in Thorn ; ✡ 25.9.1915 in Sonain Perthes in Frankreich
Mutter Amanda Rosenthal *16.4.1886 in Aplerbeck; ✡? vor 1945 in Polen
Stiefvater Max Mosiek Chiel Fortunski*7.7.1896 in Tschenstochau; ✡Ghetto Lodz
Großeltern Markus Lewy und Berta Löwenberg
Onkel Albert Lewy*10.1.1895 in Thorn; ✡ 28.2.1943 in Auschwitz
Geschwister
Lieselotte Lewy *7.9.1913 in Aplerbeck (DO); ✡ 30.9.1943 in Auschwitz
Beruf –
Adressen Aplerbeck (DO); Hörde (DO)Amersfoort, Van Campenstraat 27
Heirat 13.8.1934 in Dortmund mit Isidoor Simon Aptroot *19.2.1910 in London;
Kinder drei
Ruth Aptroot *15.6.1936 in Amersfort; ✡?
Josef Joop Aptroot *9.5.1938 in Amersfort; ✡ 2006 Israel;
Alida Aptroot *20.7.1941 in Amersfort; ✡?
Weiterer Lebensweg
25.9.1915 Vater Benno als Wehrmann der 6. Kompagnie des Kgl. Preußischen Infanterieregiments Nr. 17 kriegsgefallen in Sonain Perthes in Frankreich

Zweite Ehe der Mutter Amanda mit Max Fortunski
1924 Lucie Lewy in Amsterdam gemeldet

9.3.1929 Musterung von Isidoor Aptroot in Amsterdam: „tauglich“, freigestellt wegen Bruderdienst
1.6.1933 Flucht von Schwester Lieselotte nach Amsterdam
1936 nach der Geburt von Tochter Ruth zieht die Familie nach Amersfoort
Polenaktion
28.10.1938 Mutter Amanda mit dem zweiten Ehemann ausgewiesen nach Zbaszyn
17.4.1939 erneute Ausweisung von Amanda und Max Fortunski nach Polen
Kamp Westerbork
Anfang Februar 1943 Einweisung der Familie Aptroot ins KL Vught; Isidoor Aptroot aus dem Gefängnis 1.3.1943 Lucie mit Mann und drei Kindern verlegt in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork, Baracke 63
Ab dem 14.9.1943 bis 19.5.1944 kamen etwa 3572 Häftlinge aus Westerbork in sieben Transporten direkt nach Bergen-Belsen, unter anderem Juden mit doppelten Staatsbürgerschaften, Diamantschleifer mit ihren Familien und diejenigen, die auf einer Einreiseliste für Palästina standen.
Die „Austauschjuden“ kommen in das Sternlager Bergen-Belsen, einem vom eigentlichen Konzentrationslager abgetrennten Bereich; sie dürfen weiterhin ihre Zivilkleidung mit dem „Stern“ tragen.

11.-12.1.1944 auf dem zweiten Transport mit 1037 „Austauschjuden“ von Westerbork nach Bergen Belsen
Der gestrandete Zug – Befreiung in Farsleben
6.-11.4.1945 Evakuierung von 6800 Austauschjuden von Bergen-Belsen mit dem Ziel Theresienstadt
6.4.1945 Der erste von drei Transporten mit 2500 Menschen verlässt Lagerbahnhof in Bergen-Belsen. Auf dem ersten Transport befinden sich weit überwiegend ungarische und griechische Juden aus Saloniki. Die Fahrtroute verläuft südwestlich der Elbe über Uelzen, Salzwedel, Stendal.
7.4. 1945 Ein weiterer Transport mit 179 Menschen wird an den ersten angeschlossen
12.4.1945 Der Zug stoppt auf freier Strecke am Moortalsee, Farsleben, nahe Magdeburg; Flucht der Wachmannschaften
13.4.1945 Befreiung durch das 743. Panzerbataillon der US Army

Der Moment der Befreiung; Foto Major Benjamin, George Gross, US Army
Lucie, Isidoor, Ruth, Josef und Alida sind Überlebende des gestrandeten Zuges, in Farsleben

6.5.1945 die in Farsleben Befreiten werden einquartiert im Nachbarort Hillersleben
Rückkehr in die Niederlande
Gedenken
31.7.1978 Page of Testimony für Max Fortunski von (Stief-) Enkelin Hillary Aptroot
Quellen
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130252246
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130252258
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de912726
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/en292873
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/en269638
https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Aptroot%201910%22%7D
https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Lewy%201913%22%7D
https://acrobat.adobe.com/id/urn:aaid:sc:EU:3788160f-e50b-425a-b9a8-a092142001f1
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939