Kurt Wohrizek
*25.12.1900 in Hagen; ✡ nach 1941 in Riga
Staatsangehörigkeit deutsch, staatenlos
Vater Theodor Wohrizek
Mutter Meta Wohrizek geb. Sternheim *12.4.1880 in Ergste; ✡14.5.1943 in Sobibor
Stiefmutter Fanny Wohrizek geb. Tannenbaum *6.1.1975 Tarnow Galizien; ✡ nach 1941 in Riga
Schwester
Gertrud Ruzka bat Jehuda Wohrizek *1903; ✡7.9. 1928 in Diemen; oo Moses Max Spiegel (*23.12.1891 in Dinslaken; ✡ 2.7.1943 Sobibor)
Beruf –
Adressen Hagen; Köln Spichernstraße 59
Heirat –
Kinder –
Weiterer Lebensweg
November 1941 Deportationsbefehl der Gestapo
Sammellager Messehallen Köln Deutz

7.12.1941 Kurt und Fanny Wohrizek deportiert mit 1011 Juden aus Köln nach Riga
12.12.1941 Ankunft Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto Riga; Unterbringung in der Kölner Straße
Bei den „Dünamünde“-Aktionen werden Tausende aus de Jungfernhof und dem Ghetto unter eiem Vorwand in den Hochwald von Bikernieki gebracht und dort erschossen
21.6.1943 Befehl des Reichsführers SS Heinrich Himmler, alle jüdischen Ghettos im Reichskommissariat Ostland, Estland, Lettland, Litauen und Teile Weißrusslands, aufzulösen und die Juden zu Arbeitseinsätzen heranzuziehen.
Todesort und Zeitpunkt von Kurt und Fanny Wohrizek in Riga sind unbekannt.
Dinxperlo – Westerbork – Sobibor
20.5.1933 Schwager Moses Spiegel mit Frau Paula und Sohn Alfred von Dinslaken nach Dinxperlo¸
Datum der Emigration von Nichte Ruth Spiegel und Mutter Meta Wohrizek von Ergste nach Dinxperlo ist unsicher.

Moses Spiegel betreibt in Dinxperlo eine Wechselstube
21.1.1941 Die Nichten Edith und Fritz Spiegel werden von ihrem Onkel Max Spiegel in Dinxperlo, Polstraat A 349 aufgenommen
9.4.1943 Einweisung von Max Spiegel, Paula, Ruth und Alfred in das KL Vught
10.4.1943 Einweisung von Edith und Fritz Spiegel sowie Meta Wohrizek in das KL Vught
11.5.1943 Mutter Meta Wohrizek auf dem nächsten aus Westerbork abgehenden Transport. Dieses Vorgehen war nur üblich bei Strafgefangenen, meist nachdem sie als „onderduiker“ im Versteck gefasst worden waren.
14.5.1945 Tod der Mutter Meta im KL Sobibor

12.1945 Suchanzeige von Onkel Adolf Spiegel Nieuwe Israelitisch Weekblad
Gedenken
Quellen
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1498433
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1006132
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Bernd Philipsen, Fred Zimmak, Hrsg., Wir sollten leben, Novalis 2020
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/425184
Dietlind Kautzky, Thomas Käpernick Hrsg., Mein Schicksal ist nur eins von Abertausenden VSA 2020
Wolfgang Scheffler, Diana Schulle, Buch der Erinnerung, Die ins Baltikum deportierten Juden 2011
Christin Sandow (Hrsg.), Käthe Fries, Schießen Sie mich nieder, Lukas Verlag 2017
Gertrude Schneider, Reise in den Tod, Deutsche Juden in Riga 1941-1944, Laumann-Verlag, 2008, Seite 127
Gertrude Schneider, Exile and Destruction, The Fate of the Austrian Jews 1938-1945; Praeger 1995
Hilde Sherman: Zwischen Tag und Dunkel. Mädchenjahre im Ghetto, Frankfurt/M.-Berlin-Wien, 1984
Anita Kugler, Scherwitz – Der Jüdische SS-Offizier, 2017