Weil Edith

Edith Settchen Weil geb. Meier

*24.9.1910 in Bitburg; ✡1.2.2002 in Fort Lauderdale

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Isidor Meier *9.9.1881 in Pohl-Göns; ✡ 7.5.1943 in Sobibor

Heirat der Eltern 16.1.1910 in Saarburg

Mutter Sophie Meyer *12.1.1890 in Beurig, Saarburg; ✡7.5.1943 in Sobibor

Geschwister

Arnold Meier *24.9.1910 in Bitburg; ✡ 20.2.2002 in Tamarac, Florida

Jeanette Änni Meier *22.5.1912 in Bitburg; ✡Buenos Aires; oo Rudolf Arndt

Schwager Hugo Weil *31.7.1907 in Meisenheim; Auschwitz-Überlebender

Beruf Hausfrau

Adressen Bitburg; Köln Braunsfeld, Wiethasestraße 37; Amsterdam, Botticellistraat 22

Heirat 17.8.1933 in Köln mit Otto Weil *15.6.1894 in Kirn, Kreuznach; ✡23.1.1945 in Bergen-Belsen

2.Ehe 8.12.1948 in New York mit Joseph N. Lieber(-gall) *27.12.1912 in St. Ruprecht; ✡ 21.7.2010 Florida

Kinder

Edwin Emanuel Weil *21.10.1934 in Köln; 17.2.2006 in Columbus, Ohio

Ralf Jakob Weil *4.2.1938 in Amsterdam

Weiterer Lebensweg

Zuvor lebte Otto Weil in Meisenheim, Kreuznach

Dr. jur. Otto Weil war Rechtsanwalt, Syndikus bei der Degussa in Köln

Die Familie lebte zuletzt in Köln Braunfels, Wiethasestraße 37, wo auch Ediths Eltern wohnten.

26.10.1937 Flucht von Edith und Otto Weil mit Sohn Edwin von Köln nach Amsterdam

Otto Weil ist in Amsterdam als „Advisor“ für die Fa. Lissauer tätig

4.2.1938 Geburt von Sohn Ralf in Amsterdam

28.9.1938 Entzug der Anwaltszulassung für Ehemann Otto durch das Reichsjustizministerium.

20.4.1939 beide Eltern folgen aus Köln nach Amsterdam zur Tochter Edith in die Botticellistraat 22

Kamp Westerbork

16.4.1943 Einweisung von Ediths Eltern und der Schwiegermutter Friederike Weil in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork, Baracke 60

20.4.1943 Edith und Otto Weil (freiwillig?) in das Kamp Westerbork, Baracke 68

4.5.1943 Deportation der Eltern und der Schwiegermutter Friederike Weil aus Westerbork nach Sobibor

1.6.1943 Edith und Familie entlassen aus dem Kamp Westerbork

29.9.1943 Edith und Familie sowie Schwager Hugo registriert im Kamp Westerbork, Baracke 70

31.7.1944 zwei Transporte aus Westerbork: Theresienstadt und Bergen Belsen

31.7.-2.8.1944 Edith, Otto Edwin und Ralf Weil auf dem Transport mit 178 Juden von Westerbork nach Bergen Belsen

4.9.1944 Deportation von Schwager Hugo Weil aus Westerbork nach Theresienstadt

23.1.1945 Tod des Ehemannes Otto Weil in Bergen Belsen

27.1.1945 Schwager Hugo Weil von der Roten Armee in Auschwitz befreit

Der gestrandete Zug – Befreiung in Farsleben

6.-11.4.1945 Evakuierung von 6800 Austauschjuden von Bergen-Belsen mit dem Ziel Theresienstadt

6.4.1945 Edith mit ihren Söhnen auf dem ersten von drei Transporten mit 2500 Menschen ab dem Lagerbahnhof in Bergen-Belsen. Auf dem ersten Transport befinden sich weit überwiegend ungarische und griechische Juden aus Saloniki. Die Fahrtroute verläuft südwestlich der Elbe über Uelzen, Salzwedel, Stendal.

7.4. 1945 Ein weiterer Transport mit 179 Menschen wird an den ersten angeschlossen

12.4.1945 Der Zug stoppt auf freier Strecke am Moortalsee, Farsleben, nahe Magdeburg; Flucht der Wachmannschaften

13.4.1945 Befreiung durch das 743. Panzerbataillon der US Army

Der Moment der Befreiung; Foto Major Benjamin, George Gross, US Army

Edith, Edwin und Ralf Weil sind Überlebende des gestrandeten Zuges, in Farsleben

6.5.1945 die in Farsleben Befreiten werden einquartiert im Nachbarort Hillersleben

Nachkriegszeit

Juni/Juli 1945 bei der Rückkehr in die Niederlande werden viele zunächst in das Internierungslager Benediktusberg in der Nähe von Mamelis/Vaals interniert.

Juli 1945 in Nuenen bei Eindhoven

22.8.1945 Rückkehr nach Amsterdam

14.-24.2.1947 Edith mit beiden Söhnen auf der SS DROTTNINGHOLM von Göteborg nach New York

8.7.1947 offizielle Abmeldung aus Amsterdam zur Auswanderung nach Baltimore zu Bruder Arnold Meier

8.12.1948 zweite Ehe in New Yorkmit Joseph N. Lieber

1999 Adresse In USA war Tamarac, Florida

Gedenken

19.7.1999 Pages of Testimony für Otto Weil von Edith Lieber

Stolpersteine für die Eltern Isidor und Sophie Meier sowie für Dr. Otto Weil in Köln Braunfels, Wiethasestraße 37

Quellen

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Meier%201910%22%7D

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Weil%201894%22%7D

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Meier%20Isidor%22%7D

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130397653

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/131665061

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5127992

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130339397

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 7288); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://yvng.yadvashem.org/ad

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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