Bialoglowski Charlotte

Charlotte Lotte Bialoglowski geb. Frankl

*18.2.1914 in Halberstadt; ✡ ?

Staatsangehörigkeit ungarisch; deutsch; niederländisch

Religion jüdisch

Vater Pessach Philipp Frankl *23.12.1876 in Czeste, Slowakei; ✡17.3.1944 Buchenwald

Heirat der Eltern 13.7.1908 in Halle/Saale

Mutter Bella Spiro *5.11.1883 in Schenklengsfeld; ✡26.4.1960 Amsterdam

Geschwister

Dr. med. Ernst Moshe Frankl *1909 in Halberstadt; ✡ 1982 in Israel; oo Ruth Godlewski (*1912 in Amberg)

Beruf Lehrerin

Adressen Halberstadt; Hamburg; Amsterdam, Tintorettostraat 35

Heirat 15.1.1935 in Halberstadt Wolf Bialoglowski *3.10.1900 Petrikau; ✡13.11.1978 ASD

Kinder

Elie David Ernst Bialoglowski *17.11.1936 in Hamburg; 11.5.2024; ✡ oo 5.11.1970 E. Fried

Weiterer Lebensweg

Die Großeltern Israel Frankl und Marie Spitzer stammten aus Ungarn

1908-1939 Vater Dr. phil. Pessach Frankl war Rabbi, Stiftsrabbiner an der Klaus in Halberstadt und lebte dort mit seiner Familie im ersten Stock

Lotte Frankl besucht die Jüdische Volksschule und die höhere Mädchenschule /Lyceum in Halberstadt

15.1.1935 Heirat mit Wolf Bialoglowski in Halberstadt

1935 Bruder Ernst Assistenzarzt am jüdischen Krankenhaus in Frankfurt; Alija nach Palästina

6.5.1936 Alija von Ruth Glogowski auf der SS PALÄSTINA in Haifa

17.11.1936 Geburt des Sohnes Eli in Hamburg

26.1.1938 Emigration von Hamburg nach Amsterdam

Dezember 1938- Mai 1940 gibt Ehemann Wolf für ältere Mitglieder der „Agoedas Isroel“ Kurse in Gemara-Sanhedrin (Talmud, Mishna und oral Torah)

21.2.1939 Emigration der Eltern nach Amsterdam zur Tochter Lotte in die Tintorettostraat 35

1.9.1941 Wolf Bialogowski, Mitglied des Joodse Raad, zuständig für „Pastorale Angelegenheiten“

Kamp Westerbork

3.4.1943 Einweisung von Lotte, Wolf und Eli Bialoglowski in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork

Lotte Bialoglowski arbeitet hier als Lehrerin in der Schule des Lagers

20.6.1943 Einweisung der Eltern in das Kamp Westerbork

Ab dem 14.9.1943 bis 19.5.1944 kamen etwa 3572 Häftlinge aus Westerbork in sieben Transporten direkt nach Bergen-Belsen, unter anderem Juden mit doppelten Staatsbürgerschaften, Diamantschleifer mit ihren Familien und diejenigen, die auf einer Einreiseliste für Palästina standen.

Die „Austauschjuden“ kommen in das Sternlager Bergen-Belsen, einem vom eigentlichen Konzentrationslager abgetrennten Bereich; sie dürfen weiterhin ihre Zivilkleidung mit dem „Stern“ tragen.

1.2.1944 Familie Bialoglowski auf dem dritten Transport mit 908 „Austauschjuden“ von Westerbork nach Bergen Belsen

1.2.-2.2.1944 Vater Philipp auf dem Ungarn-Sondertransport von Westerbork ins KL Buchenwald

5-7.2.1944 Mutter Bella auf dem Ungarn-Sondertransport von Westerbork nach Ravensbrück;

eingetragen in der Häftlingsbelegungsliste von Block 30 mit der Häftlingsnummer 28036 (Februar-April 1944)

17.3.1944 Tod des Vaters im im HKB Krankenrevier des KL Buchenwald

Der gestrandete Zug – Befreiung in Farsleben

6.-11.4.1945 Evakuierung von 6800 Austauschjuden von Bergen-Belsen mit dem Ziel Theresienstadt

6.4.1945 Der erste von drei Transporten mit 2500 Menschen verlässt Lagerbahnhof in Bergen-Belsen. Auf dem ersten Transport befinden sich weit überwiegend ungarische und griechische Juden aus Saloniki. Die Fahrtroute verläuft südwestlich der Elbe über Uelzen, Salzwedel, Stendal.

7.4. 1945 Ein weiterer Transport mit 179 Menschen wird an den ersten angeschlossen

12.4.1945 Der Zug stoppt auf freier Strecke am Moortalsee, Farsleben, nahe Magdeburg; Flucht der Wachmannschaften

13.4.1945 Befreiung durch das 743. Panzerbataillon der US Army

Der Moment der Befreiung; Foto Major Benjamin, George Gross, US Army

Lotte, Wolf und Eli sind Überlebende des gestrandeten Zuges, in Farsleben

6.5.1945 die in Farsleben Befreiten werden einquartiert im Nachbarort Hillersleben

Gedenken

14.8.1956 Page of Testimony für Philipp Frankl von seinem Schwager Samuel Spiro

Quellen

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Frankl%201914%22%7D

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Frankl%201876%22%7D

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Spiro%201883%22%7D

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Bialoglowski%22%7D

1945 Manifest List-Names of those liberated at Farsleben, Germany, April 13th 1945

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/3767814

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130288200

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130259283

https://www.joodsmonument.nl/en/page/167494/philipp-frankl

https://www.mappingthelives.org

https://yvng.yadvashem.org/ad

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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