Lieselotte Frenk geb. Kann
*25.12.1910 in Frankfurt; ✡ 1.10.1962 in Rotterdam
S
taatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Julius Kann *3.6.1882 in Heidelberg; ✡?
Heirat der Eltern 24.3.1910 in Frankfurt
Mutter Anna Frank *6.11.1884 in Schwetzingen; ✡ 9.4.1911 in Frankfurt
17.7.1913 2. Ehe des Vaters in Frankfurt
Stiefmutter Bertha Frank *28.9.1878 in Schwetzingen; ✡ 6.4.1943 in Doorn, Utrecht
Geschwister unbekannt
Beruf Sekretärin
Adressen Frankfurt; Rotterdam;

Heirat 7.4.1938 in Rotterdam mit Salomon Frenk *29.3.1915 in Rotterdam; 2.11.1999 in Rotterdam
Schwägerin Myra Frenk *14.2.1920 in Rotterdam; ✡4.7.2003; oo Pinkowitz
Kinder zwei
Weiterer Lebensweg
Schwägerin Myra Frenk ist Arzthelferin im Jüdischen Krankenhaus Rotterdam
Kamp Westerbork
29.9.1943 Einweisung in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork, Baracke 64
Ab dem 14.9.1943 bis 19.5.1944 kamen etwa 3572 Häftlinge aus Westerbork in sieben Transporten direkt nach Bergen-Belsen, unter anderem Juden mit doppelten Staatsbürgerschaften, Diamantschleifer mit ihren Familien und diejenigen, die auf einer Einreiseliste für Palästina standen.
Die „Austauschjuden“ kommen in das Sternlager Bergen-Belsen, einem vom eigentlichen Konzentrationslager abgetrennten Bereich; sie dürfen weiterhin ihre Zivilkleidung mit dem „Stern“ tragen.
Anfang September 1944 gingen die letzten drei Transporte aus Westerbork ab. Der erste nach Auschwitz, der zweite nach Theresienstadt, der dritte nach Bergen-Belsen.

13.9.1944 Lieselotte, Salomon und Myra Frenk auf dem letzten Transport mit 279 „Privilegierten“ und „Austauschjuden“ von Westerbork nach Bergen Belsen.
Der gestrandete Zug – Befreiung in Farsleben
6.-11.4.1945 Evakuierung von 6800 Austauschjuden von Bergen-Belsen mit dem Ziel Theresienstadt
6.4.1945 Der erste von drei Transporten mit 2500 Menschen verlässt Lagerbahnhof in Bergen-Belsen. Auf dem ersten Transport befinden sich weit überwiegend ungarische und griechische Juden aus Saloniki. Die Fahrtroute verläuft südwestlich der Elbe über Uelzen, Salzwedel, Stendal.
7.4. 1945 Ein weiterer Transport mit 179 Menschen wird an den ersten angeschlossen
12.4.1945 Der Zug stoppt auf freier Strecke am Moortalsee, Farsleben, nahe Magdeburg; Flucht der Wachmannschaften
13.4.1945 Befreiung durch das 743. Panzerbataillon der US Army
Der Moment der Befreiung; Foto Major Benjamin, George Gross, US Army
Lieselotte, ihr Mann Salomon und Schwägerin Myra sind Überlebende des in Farsleben gestrandeten Zuges
6.5.1945 die in Farsleben Befreiten werden einquartiert im Nachbarort Hillersleben
Nachkriegszeit
23.4.1949 Einreise in New York
1950 Einreise in Rio de Janeiro
Ehemann Salomon Frenk ist Vorsitzender der Jüd. Gemeinde von Rotterdam
1.10.1962 Tod von Lieselotte Frenk in Rotterdam
Gedenken
Quellen
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130288759
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130288786
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130288774
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
http://bommelblog.wordpress.com/