
Bernhard Epstein
*17.8.1893 in Monastyryska; ✡ 28.3.1945 in Langenstein-Zwieberge;
Staatsangehörigkeit deutsch,staatenlos
Religion jüdisch

Vater Oscar Joshua Epstein *1864 in Buczacz; ✡ 1925 in Essen
Mutter Clara Chaya Mannheim *9.7.1866 in Essen; ✡ 25.7.1952 in Ramat Gan
Geschwister

Karl Epstein *20.4.1895 in Leipzig; ✡ 1942 in Auschwitz
Alfred Epstein *1895 in Leipzig; ✡ 1974 Toulouse

Herbert Epstein *16.5.1900 in Leipzig; ✡ 8.8.1942 Majdanek

Walter Zeev Norbert Epstein *12.2.1902 in Essen; ✡2.7.1992 in Kiriat Ono; oo Dina Zeldowicz
Julian Jehuda Epstein *2.6.1905 in Essen; ✡ 25.7.1984 in Tel Aviv; Anna Schwertfinger
Beruf Maschinenbauingenieur
Adressen Essen Rüttenscheid, Irmgardstraße 35; Brauerstraße 12

Heirat Regina Knobloch *10.8.1897 in Klecza Dolna, Krakau
Kinder –
Weiterer Lebensweg
Vater Oskar Epstein gründete die Steppdeckenfabrik Gebrüder Epstein
Nach Einschulung in die Volksschule besuchten die drei Brüder Bernhard, Karl und Herbert das Realgymnasium in Essen
Novemberpogrom
10.11.1938 Bruder Herbert verhaftet in Essen
17.11.1938 Bruder Herbert eingewiesen in das KL Dachau
30.12.1938 Entlassung von Bruder Herbert aus dem KL Dachau
17.4.1939 Flucht der Brüder Bernhard und Karl nach Belgien
23.11.1939 Bruder Karl im Flüchtlingslager Marneffe/Marchin,
Werkdorp Nieuwe Sluis

24.4.1934 Julian Epstein angemeldet zum Aufbau des Joodsche Werkdorp Nieuwe Sluis
Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)
Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.
24.12.1935 Julian Epstein abgemeldet nach Palästina
10.5.1940 Überfall der Wehrmacht auf Belgien
10.5. – 18-5.1940 Rechtswidrige Abschiebung deutscher Flüchtlinge als „feindliche Ausländer“ durch die belgische Polizei nach Frankreich
Internierung von Bernhard Epstein in verschiedenen Lagern
August 1942 Verlegung in das Sammellager Drancy
Deportationen
11.6.1942 Bruder Herbert deportiert von Frankfurt nach Majdanek
11.-15.8.1942 Bruder Karl auf dem III. Transport von Mechelen nach Auschwitz;
9.9.1942 Bruder Bernhard deportiert vom Sammellager Drancy nach Auschwitz; Nach Ankunft an der Rampe von Auschwitz wird Bernhard zur Zwangsarbeit selektiert und bekommt die Auschwitzhäftlingsnummer 176986 in den linken Unterarm tätowiert. Diese Nummer wurde aber erst im Mai 1944 vergeben.
Verlegung von Auschwitz in das Außenlager Groß Rosen
Januar 1945 Erste Evakuierungstransporte aus Groß Rosen

8.-9.2.1945 Bernhard Epstein von Groß Rosen nach Buchenwald; Block 49

17.2.1945 Verlegung in das Buchenwald-Außenkommando „Malachit“ in Zwieberge

28.3.1945 Tod von Bernhard Epstein in Zwieberge, laut Autopsie „Myokarditis“
Todesdatum und Ort der Ehefrau Regina sind unbekannt.
Gedenken
17.2.1956 Pages of Testimony für die drei Brüder Bernhard, Herbert und Karl sowie die Schwägerin Regina Epstein-Knobloch von Walter Epstein
Quellen
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de859581
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de859656
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de859611
Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938
https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5822901
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Henny E. Dominicus, Mauthausen, een gedenkboek, Amsterdam 1999
https://acrobat.adobe.com/id/urn:aaid:sc:EU:3788160f-e50b-425a-b9a8-a092142001f1