Josef Ludwig Eschelbacher
*15.5.1919 in Düsseldorf; ✡ 1968; in ?Argentinien
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Max Eschelbacher *14.1.1880 in Bruchsal ; ✡ 20.4.1964 Willesden England
Heirat der Eltern 16.2.1910
Mutter Berta Kahn *30.12.1883 in Laupheim; ✡ 20.3.1962 in Hemel Hempstead

Geschwister
Leo Joachim Eschelbacher *27.3.1911 in Freiburg; ✡ 9.7.1958 St. Louis; oo Ranna Reismann
Hermann Friedrich Herbert Eschelbacher *2.4.1912 in Freiburg; ✡ 2005 in London
Nanni Eschelbacher *10.2.1921 in Düsseldorf; ✡ 2018; oo Wolfson
Beruf Landwirtschaftlicher Volontär
Adressen; Werkdorp Wieringen Nieuwesluizerweg 42, Slootdorp (Wieringen); Amsterdam,
Heirat
Kinder –
Weiterer Lebensweg
Rabbiner Max Eschelbacher
Vater Max ließ sich nach dem Jura Studium zum Rabbiner ausbilden
1906 Rabbiner in Bruchsal
1910 Rabbiner in Freiburg
1912 Nachfolger von Leo Baeck als Rabbiner in Düsseldorf
September 1933 Emigration von Bruder Hermann nach England
Novemberpogrom
10.11.1938 Festnahme des Vaters Max , inhaftiert im Polizeigefängnis Düsseldorf
Ende Januar 1939 Flucht der Eltern nach England
Werkdorp Nieuwe Sluis

14.1.1937 Ludwig Eschelbacher aus Berlin kommend angemeldet zur Hachschara im Joodsche Werkdorp Nieuwe Sluis
Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)
Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.
Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs
Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.
2.1.1938 formal bedingte Ummeldung Ludwig Eschelbacher aus der Gemeinde Barsingerhorn zu Wieringermeer

Josef Eschelbacher auf der Werkdorp-Emigrationsliste von 1938
Tod 1968
Gedenken
–
Quellen
Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938
https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Henny E. Dominicus, Mauthausen, een gedenkboek, Amsterdam 1999
https://acrobat.adobe.com/id/urn:aaid:sc:EU:3788160f-e50b-425a-b9a8-a092142001f1