Kronheim Irmgard

Irmgard Inge Miriam Kronheim/Alon

*1.6.1916 in Kowahlen; ✡ 13.5.2009 in Dorot

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Eduard Kronheim *1.6.1885 in Merunen, Treuburg; ✡2.3.1943 Auschwitz

Mutter Sarah Laumann *22.3.1890 in Dollstädt, Preuß. Eylau; ✡2.3.1943 Auschwitz

Geschwister zwei

Chaim Kronheim *25.6.1913; ✡30.4.1912

Beruf Landwirtschaftliche Volontärin

Adressen Kowahlen; Insterburg; Werkdorp Wieringen Nieuwesluizerweg 42, Slootdorp (Wieringen); Dorot

Heirat 26.3.1939 in Ramat Gan mit Günter Ikenberg /Gershon Alon *27.2.1913 in Remscheid; ✡ 22.8.2005 in Dorot, Israel

Schwiegervater Julius Isaak Ikenberg *17.2.1868 in Nieheim; ✡ September 1942 Treblinka

Schwiegermutter Martha Alsberg *22.4.1884 in Barmen; ✡ September 1942 Treblinka

Kinder drei

Shulamit Alon *16.5.1943 in Dorot; ✡14.4.1975; oo Mandler

Noami Alon *1949 in Dorot;

Anat Alon *1955 in Dorot;

Weiterer Lebensweg

2.12.1935 Passausstellung für Gunter Ikenberg in Remscheid

6.2.1936 Passausstellung für Irmgard Kronheim in Insterburg

Werkdorp Nieuwe Sluis

13.2.1936 Günter Ikenberg angemeldet zur Hachschara  im Joodsche Werkdorp Nieuwe Sluis

14.1.1937 Irmgard Kronheim zur Hachschara ins Werkdorp

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

2.1.1938 formal bedingte Ummeldung der Werkdorper von der Gemeinde Barsingerhorn nach Wieringermeer

1.3.1939 Günter Ikenberg und Irmgard Kronheim abgemeldet nach Palästina

21.3.1939 Alija von Günter Ikenberg und Irmgard Kronheim; Einreise in Haifa mit Kapitalistenzertifikat Kategorie A(1) und Studentenzertifikat der Jugendalija Kategorie B(III)

26.3.1939 Heirat in Ramat Gan

26.10.1945 Einbürgerung von Günter und Irmgard Ikenberg in Palästina

Flucht in die USA

17.-26.1.1939 Schwager Fritz mit Ehefrau Anna auf der SS MANHATTAN von Hamburg nach New York

Theresienstadt – Treblinka

21.7.1942 Beide Schwiegereltern auf dem Transport VII/1 von Düsseldorf Theresienstadt

26.9.1942 Beide Schwiegereltern auf dem Transport B v Theresienstadt nach Treblinka

Fabrikaktion

17.5.1939 Beide Eltern Eduard und Sara Kronheim in Insterburg, Strauchmühlenstraße bei der Minderheitenzählung

20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“

März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz und ins „Generalgouvernement“ deportiert

2.3.1943 Beide Eltern Eduard und Sara Kronheim mit 64 Juden aus Ostpreußen, davon allein 18 aus dem Sammellager Altes Schloss in Insterburg ab Tilsit – Insterburg – Stolp nach Berlin und wurden dort dem 32. Osttransport nach Auschwitz angeschlossen.

Gedenken

Stolpersteine für die Schwiegereltern Julius und Martha Ikenberg in Remscheid, Martin-Luther-Straße 7

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1005379

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de883030

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1095709

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1095474

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5051282

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11198488

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11198567

https://www.statistik-des-holocaust.de/TT420721-20.jpg

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 6276); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85

www.werkdorpwieringermeer.nl/

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_brb_43a.html

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Henny E. Dominicus, Mauthausen, een gedenkboek, Amsterdam 1999

https://acrobat.adobe.com/id/urn:aaid:sc:EU:3788160f-e50b-425a-b9a8-a092142001f1

https://yvng.yadvashem.org/ad

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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