Fritz Lissauer
*11.2.1915 in Düsseldorf; ✡ ?
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Albert Lissauer *28.9.1872 in Ungedanken; ✡ ?
Heirat der Eltern 1898 in Mannheim
Mutter Else Rosenfeld *9.4.1881 in Mannheim; ✡ ?
Großvater Salomon Lissauer (✡1912); oo Amalie(✡1910)
Onkel Isaac „Emil“ Lissauer *28.4.1866 in Ungedanken; ✡24.9.1942 Treblinka; oo Sofie Ettinger (1866-1933)
Geschwister
Walter Lissauer *24.2.1911 in Düsseldorf; ✡ ?
Beruf Landwirtschaftlicher Volontär
Adressen Düsseldorf, Grimmstraße 3; Werkdorp Wieringen Nieuwesluizerweg 42, Slootdorp (Wieringen);,
Heirat
Kinder –
Weiterer Lebensweg
Großvater Salomon Lissauer war der letzte Tora-Schreiber in Ungedanken
1910 Vater Albert Lissauer – zuvor Verkaufsleiter – wird Miteigentümer der Fa. „Gebr. Schöndorff Nachfolger“, wie bereits zuvor Onkel Emil Lissauer
1924 Onkel Emil zum Handelsrichter ernannt

Oktober 1931 40-jähriges Firmenjubiläum
26.2.1933 Tod von Tante Sofie; der Tod wird vom „Polizeipräsidenten“ gemeldet, so dass von einer unnatürlichen Todesursache ausgegangen werden muss.
10.12.1935 Bruder Walter als erster aus der Familie nach Argentinien
Werkdorp Nieuwe Sluis

13.2.1936 Fritz Lissauer angemeldet zur Hachschara im Joodsche Werkdorp Nieuwe Sluis
Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)
Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.
Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs
Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

19.11.1936 Fritz Lissauer aus dem Werkdorp nach Argentinien
10.1.1937 Ankunft von Fritz Lissauer in Buenos Aires

31.12.1939 Fritz Lissauer auf der Emigrantenliste des Werkdorps
23.1.1939 Vater Albert und Mutter Else emigrieren nach Argentinien
Düsseldorf – Theresienstadt – Treblinka

21./22.7.1942 Onkel Emil auf dem Transport VII/1 von Düsseldorf nach Theresienstadt
21.9.1942 Onkel Emil auf dem Transport B p von Theresienstadt nach Treblinka
Gedenken
10.11.1977 Page of Testimony für Emil Lissauer von einem Neffen
Quellen
Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938
https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer
http://gedenkbuch-duesseldorf.de/memory-book/lissauer-emil/?_sfm_name=Lissauer
https://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/22337-emil-lissauer
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.statistik-des-holocaust.de/TT420721-27.jpg
Sterberegister Deutschland, Nordrhein-Westfalen,1874-1938
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Henny E. Dominicus, Mauthausen, een gedenkboek, Amsterdam 1999
https://acrobat.adobe.com/id/urn:aaid:sc:EU:3788160f-e50b-425a-b9a8-a092142001f1