Kurzmann Siegfried

Siegfried Fred Kurzmann

*11.11.1912 Nürnberg; ✡9.8.1983 in Victoria

S

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Abraham Kurzmann; ✡ vor 1937

Heirat der Eltern 1904

Mutter Sophie Engländer *1875 in Delmenhorst; ✡ 1944 Theresienstadt

Geschwister

Beruf Landwirtschaftlicher Volontär

Adressen Nürnberg, Wielandstraße 6; Fürth; Werkdorp Wieringen Nieuwesluizerweg 42, Slootdorp (Wieringen);

Heirat Margarete Marx *30.8.1918 in Elberfeld; ✡ 1.11.1986 Burwood Victoria

Kinder

Weiterer Lebensweg

1937 lebt die Mutter Sophie in Fürth

17.5.1939 Mutter Sophie in Nürnberg, Wielandstraße 6 bei der Minderheitenzählung

13. 9.1939 Schwägerin Anneliese mit Ehemann Karl Elsberg nach Brüssel

Werkdorp Nieuwe Sluis

31.7.1934 Siegfried Kurzmann angemeldet zum Aufbau im Joodsche Werkdorp Nieuwe Sluis

1.12.1936 Margarete Marx angemeldet zur Hachschara im Joodsche Werkdorp

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

4.8.1937 Margarete Marx und Siegfried Kurzmann abgemeldet nach Australien

31.12.1938 Margarete mit Ehemann Siegfried Kurzmann und 7 weiteren Emigranten auf der Australienliste des Werkdorps

9.3.1942 Eintritt in die Australian Army als „Private“ in der 6th  Employment Company

23.11.1945 Entlassung von Siegfried Kurzmann aus der Army

Nürnberg – Theresienstadt

10.9.1942 Mutter Sophie auf dem Transport von Nürnberg nach Theresienstadt

18.8.1944 Tod der Mutter und Einäscherung im Krematorium von Theresienstadt

Gedenken

Sieben Stolpersteine für Schwägerin Anneliese und die Familie Elsberg

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de906253

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de925844

https://www.statistik-des-holocaust.de/II25-12.jpg

www.werkdorpwieringermeer.nl/

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://yvng.yadvashem.org/ad

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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