Strassburger Berthold

Berthold Strassburger/Baruch Savir

*13.10.1918 in Ulm; ✡ 26.10.1982 in Ulm (?)

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Ferdinand Strassburger *21.4.1884 Bad Buchau; ✡ 18.11.1927 Ulm

Mutter Alice Nördlinger *21.3.1894 Bad Buchau; ✡ 1.2.1943 Auschwitz

Bruder Helmut Hanan Strassburger *23.8.1922 in Ulm; ✡6.10.1951 in Israel durch einen Unfall; oo Nurit Wittenberg (*1919)

Großvater Dr. med. Simon Nördlinger

Großmutter Rosa Nördlinger-Dreyfuss (*19.10.1867; ✡ 5.9.1942)

Cousin der Mutter Hermann Nördlinger*6.11.1901 in Laupheim; ✡ 17.7.1983 in USA

Beruf Praktikant

Adressen Ulm, Kraftstraße 9; Amsterdam; Werkdorp Barsingerhorn, Wieringermeer

Heirat 27.11.1944 in Gadera Lotte Shulamit Schwarz *1921

Kinder

Weiterer Lebensweg

18.11.1927 Tod des Vaters Dr. Ferdinand Strassburger, Rabbiner in Ulm

5.10.1932 Tod des Großvaters Sanitätsrat Dr. Simon Nördlinger in Ulm

31.10.1938 Ankunft von Helmut /Herbert Strassburger in Haifa mit einem Studentenzertifikat der Jugendalija der Kategorie B(III)

17.5.1939 Mutter Alice in Ulm, Kraftstraße 9 bei Minderheitenzählung

Werkdorp Nieuwe Sluis

22.1.1938 Berthold Strassburger zur Hachschara ins Werkdorp Nieuwe Sluis, gemeldet in Barsingerhorn

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

Beth auf der SS DORA

Juli 1939 Berthold Strassburger mit 76 Werkdorpern aus dem Werkdorp Nieuwesluis nach Amsterdam zur Alija Beth auf der SS DORA

16.7.1939 Boarding mit 183 Chaluzim in Amsterdam auf der zur Alija Beth von den Mossad-Agenten Jehuda Berginski, Gideon Ruffer und Shmarya Tzameret gekauften SS DORA nach Palästina;

17.7.1939 Zustieg von etwa 200 weiteren Chaluzim in Antwerpen auf das Alija Beth Schiff SS DORA

17.-19.7.1939 Verzug in Vlissingen (Flushing)

12.8.1939 Ankunft der SS DORA in Palästina; die Chaluzim werden am Strand von Shefayim in der Nähe von Tel Aviv mit Booten illegal ins Land gebracht

Die Brüder arbeiten im Kibbuz Kfar Menachem

6.10.1951 Bruder Helmut wird von einem umstürzenden Traktor erschlagen

Ulm- Theresienstadt – Auschwitz

1941 Mutter Alice stellvertretende Leiterin des jüdischen Altersheims in Herrlingen, wo auch die Großmutter Rosa wohnt

1942 Alice Straßburger Leiterin des neu errichteten jüdischen Altersheim in Tigerfeld.

22.8.1942 Mutter Alice, Großmutter Rosa mit allen Heimbewohnern ab Stuttgart auf Transport XIII/1 nach Theresienstadt

In Theresienstadt arbeitet Alice Strassburger als Schreibkraft

5.9.1942 Tod der Großmutter Rosa in Theresienstadt 29.1.1943 Mutter Alice auf dem Transport C t von Theresienstadt nach Auschwitz

29.1.1943 Mutter Alice auf dem Transport C t von Theresienstadt nach Auschwitz

Gedenken

7.3.2022 Stolpersteine für die Familie Strassburger in der Olgastraße 63 in Ulm

Quellen

Familie Strassburger

www.werkdorpwieringermeer.nl/

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

https://danielabraham.net/tree/related/dora

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://yvng.yadvashem.org/ad

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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