Walter Benjamin
*3.3.1910 in Heddesheim; ✡ 22.2.1944 in Auschwitz
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Julius Benjamin *5.9.1882 in Heddesheim ; ✡ 23.1.1937 in Bielefeld
Mutter Julchen Marx *1879 in Weinsheim; ✡ 1915
Geschwister

Hanna Benjamin *14.6.1911 Heddesheim; ✡28.7.1994 San Matteo; oo Ernst Gumprich
Kurt Benjamin *17.6.1912 Bingerbrück; ✡17.5.1989 San Francisco
Ruth *5.12.1914 in Köln; ✡15.6.1937 in Opladen
Beruf –
Adressen Heddesheim; Lemgo; Münster, Wermelingstraße 1; Gut Winkel, Spreenhagen; Berlin, Neue Winterfeldtstr. 8
Heirat Else Pinkowitz *31.1.1914 in Berlin; ✡1943 in Auschwitz
Kinder
Denny Benjamin *17.1.1943 in Berlin; ✡1943 in Auschwitz
Weiterer Lebensweg
Gut Winkel
Vermutlich im Frühjahr 1939 Walter Benjamin zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.
1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.
Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.
Minderheiten-Volkszählung
Bei der Minderheitenvolkszählung am 17. Mai 1939 wurden 210 Chaluzim in Gut Winkel erfasst.
17.5.1939 Walter Benjamin in Gut Winkel, Spreenhagen
17.5.1939 Walter Benjamin auch in Münster, Wermelingstraße 1 zusammen mit seiner Schwester Hanna Gumprich
September 1939 auf der Liste des Krieses Beeskow Storkow in Gut Winkel
Heirat mit Else Pinkowitz; nach der Heirat wohnen beide bei ihren Eltern Ludwig und Marta Pinkowitz in Berlin Schöneberg, Neue Winterfeldtstr. 8
Fabrikaktion
20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“ als Vorbereitung auf die „Fabrikaktion“
Febr./ März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz und ins „Generalgouvernement“ deportiert
4.3.1943 Walter Benjamin mit Frau Else und Sohn Denny auf dem 34. Osttransport von Berlin nach Auschwitz
2.3.1943 in Auschwitz als „arbeitsfähig“ selektioniert; Häftlingsnummer ?; er wird zur Zwangsarbeit in Buna-Monowitz eingeteilt
22.2.1944 Tod in Auschwitz
Gedenken
5.2.1979 Page of Testimony für Walter Benjamin von Bruder Kurt
Quellen
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11222563
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127212692
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/71076335
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1042597
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1042196
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316