Domb Moritz

Moritz Chaim Moses Dohm/Doum/Domb/Dotan

*13.9.1896 in Horno, Rogowo, Guben; ✡29.7.1951 in Tel Aviv

Staatsangehörigkeit Polen, staatenlos

Religion jüdisch

Vater unbekannt

Mutter unbekannt

Geschwister unbekannt

Beruf Schneider

Adressen Rogowo; Horno; Lübeck; Shanghai; Tel Aviv

Heirat Muschia Martha Domb *1903 in Warklan Russland

Sohn Rolf Domb *1930 in Lübeck

Weiterer Lebensweg

Polenaktion in Kiel

29.10.1938 die polnischen Juden aus Kiel werden ausgewiesen. In Zbaszyn trifft der Transport aus Schleswig-Holstein „zu spät“ ein; Polen hat bereits die Grenze gesperrt; die verschleppten Juden reisen zurück, auf eigene Kosten.

Novemberpogrom in Kiel

10.11.1938 Verhaftung der beiden jüdischen Lehrer Walter Neumann und Moritz Isaak zusammen mit 58 Männer zwischen 17 bis 72 Jahren, eingesperrt im Gestapohauptquartier Düppelstraße 23 in Kiel; die „polnischen“ Juden wurden später freigelassen. Vermutlich war Moritz Domb bereits staatenlos.

Aus Kiel werden sie später ins KL Sachsenhausen deportiert. Moritz Domb bekommt die Häftlingsnummer 11039, Unterbringung im Block 61

28.12.1938 Entlassung der ersten 14 jüdischen Gefangenen aus Kiel aus der „Schutzhaft“ im KL Sachsenhausen, davon zehn aus dem Gut Jägerslust.

8.1.1939 Freilassung von Moritz Domb mit weiteren acht Juden aus Kiel

4.3.1939 Emigration von Moritz, Martha und Rolf Domb nach Shanghai

1939 Moritz Domb im jüdischen Adressbuch von Shanghai

17.12.1947 Moritz, Martha und Rolf Domb auf dem Marinetransporter USS GENERAL W H GORDON von Shanghai nach San Francisco

Gedenken

Quellen

https://genealogyindexer.org/view/1939Shanghai/38

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4092171

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4092137

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4092136

http://danielabraham.net/tree/related/hachshara/

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411027-Wuppertal2.jpg

https://collections.yadvashem.org/de/names/9320650

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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