Landmann Frieda

Frieda Landmann

*2.4.1914 in Berlin

Staatsangehörigkeit polnisch; staatenlos

Religion jüdisch

Vater Kalman Landmann *24.11.1878 in Jaslowiec, Galizien; ✡ 20.5.1940 in Sachsenhausen

Mutter Marie Mirjam Landmann *15.9.1883 in Niezniow; ✡ ?

Geschwister

Ele Landmann *29.9.1923 in Berlin; ✡?

Beruf Kontoristin

Adressen Berlin, Fehrbelliner Straße 20; Hof Jägerslust bei Flensburg;

Heirat 28.1.1943 Benno Benjamin Ziegler *7.1.1909 in Mannheim

Kinder

Weiterer Lebensweg

Besuch der Volksschule, Mittelschule, Handelsschule

Hachschara-Lehrgut Jägerslust bei Flensburg

May 1937 Frieda Landmann zur Hachschara in das Lehrgut Jägershof bei Flensburg

Der Hof gehörte der Familie von Käthe und ihrem Sohn Alexander Wolff (1891-1984); er war mit 77 Hektar der zweitgrößte in der Region Flensburg

Herbst 1934 Beginn der Hachschara-Ausbildung mit 12 Praktikanten; bis 1938 wurden hier etwa 100 Chawerim ausgebildet.

1935 kommt Jitzchak Skedi (1912-1982) als Sjalach des Kibbutz Givat Hashlosha auf den Hof, um Hachschara und Alija-Aktivitäten zu unterstützen.

1936 Bau eines Wohnhaus für die männlichen Arbeiter, womit die Kapazität auf 25 erhöht wird

August 1938 Frieda Landmann geht zurück zur Familie nach Berlin, Fehrbelliner Straße 20

Der Kibbuz in Ricavo di Castellina in Chianti

1933 Eröffnung von Hachschara Höfen durch Professor Racca in der Nähe von Florenz

1933 als Lager des BACHAD bei Siena gegründet.

1935 Benjamin Ziegler von Pforzheim Emigration nach Italien mit einer Gruppe des BACHAD zur Hachschara in den Kibbuz in Ricavo di Castellina in Chianti;

September 1936 Alija u.a. von Abraham Wechsler von Triest auf der SS GALILEA nach Palästina

7.9.1938 Verabschiedung des Italienischen Rassengesetzes liefert die Rechtsgrundlage zur Aberkennung der Staatsbürgerschaft der ab 1919 in Italien eingebürgerten Juden und zur Ausweisung aller nicht-italienischen Juden.

Daraufhin werden die deutschen Chaluzim aus Ricavo in die Niederlande und die anderen 1939 nach Halmstad in Schweden geholt.

1938 Benno Ziegler aus Italien als Madrich nach Dänemark

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Frieda Landmann, beide Eltern und Schwester Ele Landmann in Berlin Mitte

Erste Polenaktion

28.10.1938 15000 Juden mit polnischem Pass abgeschoben nach Zbaszyn

Zweite Polenaktion

1.9.1939 Polen wird von der „Wehrmacht“ überfallen

7.9.-14.9.1939 Festnahme von Polen in Deutschland als „feindlicher Ausländer“

13.9.1939 Einweisung des Vaters Kalman in das KL Sachsenhausen

20.5.1940 Tod des Vaters im KL Sachsenhausen

Nordischer Census

5.11.1940 Frieda Landmann in Kongsted bei Dänischem Census; in Kongsted waren auch Nadja Woislawski und Erika Dallmann

Ausnahmezustand in Dänemark 1943

1939 Emigration nach Dänemark zur Hachschara auf einzelnen Bauernhöfen

9.4.1940 Einmarsch der Deutschen in Dänemark; Dänemark bleibt in Teilen autonom bis zum Oktober 1943

28.1.1943 Heirat in Dänemark

29.8.1943 Die deutschen Besatzer verkünden den „Ausnahmezustand“ wegen zunehmender Widerstandaktionen

17.9.1943 Adolf Hitler befiehlt die Endlösung für die Juden in Dänemark

September 1943 Anordnung von Werner Best, SS-Obergruppenführer und Generalbevollmächtigter für Dänemark

„Die Festnahme der zu evakuierenden Juden erfolgt in der Nacht vom 1. zum 2.10.43. Der Abtransport wird von Seeland zu Schiff (ab Kopenhagen), von Fünen und Jütland mit der Bahn Sonderzug durchgeführt“.

28.9.1943 der deutsche Diplomat Georg Ferdinand Duckwitz verrät die geplante Deportation bei einem Treffen mit dänischen Sozialdemokraten.

Oktober 1943 7700 Juden können sich mit Hilfe der dänischen Bevölkerung in einer Massenflucht über den Øresund (Ostsee) nach Schweden retten.

9.10.1943 Frieda und Benno Ziegler auf einem Motorboot von Taarbaek, Dänemark zur Insel Ven im Øresund (Schweden)

1944 in Ledingelunda, Kärna, Östergötland, Schweden

18.2.1946 Alija, Ankunft mit Ehemann Benjamin auf der SS MAROKKO in Haifa

Gedenken

13.11.1956 Pages of Testimony für beide Eltern von Frieda Ziegler

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1098307

http://danielabraham.net/tree/related/hachshara/

https://safe-haven.dk/fileadmin/user_upload/Uppgift_Ziegler__Frieda.pdf

https://safe-haven.dk/fileadmin/user_upload/Uppgift_Ziegler__Benno.pdf

https://www.pforzheim.de/stadt/stadtgeschichte/gedenken-friedenskultur/juedische-buerger/glossar-ansicht/glossary/detail/ziegler-benjamin.html

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411027-Wuppertal2.jpg

https://collections.yadvashem.org/de/names/9320650

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

“My