Deutschkron Heinz

Heinz Deutschkron

*6.7.1924 in Berlin; ✡ ?

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater unbekannt

Mutter Else Deutschkron *12.7.1896 in Betsche, Meseritz; ✡ 9.10.1941 in Berlin

Großvater Simon Deutschkron *13.6.1860 in Betsche; ✡15.6.1941 in Berlin

Geschwister keine

Beruf Landarbeiter

Adressen Berlin, Leibnizstraße 4, Weinbergweg 13; Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

Ostern 1931 Einschulung von Heinz Deutschkron

15.4.1936 Schulwechsel

Heinz Deutschkron untergebracht im Reichenheimschen Waisenhaus, Berlin, Weinbergsweg 13

31.3.1939 Schulentlassung

Gut Winkel

April 1939 Heinz Deutschkron zur „mittleren Hachschara“ in Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Heinz Deutschkron in Gut Winkel, Spreenhagen

17.5.1939 Mutter Else und Großvater Simon Deutschkron in Berlin, Leibnizstraße 4

September 1939 Namenlisten verschiedener Gemeinden im Landkreis Beeskow-Storkow

Dänemark

1939 Emigration von 500 garantierten Jugendlichen nach Dänemark zur Hachschara auf einzelnen Bauernhöfen

7.11.1939 Passausstellung für Heinz Deutschkron in Beeskow

14.11.1939 Einschiffung in Warnemünde

20.11.1939 Heinz Deutschkron abgemeldet nach Dänemark

9.4.1940 Einmarsch der Deutschen in Dänemark; Dänemark bleibt in Teilen autonom bis zum Oktober 1943

Alija – Odessatransport

1940 organisiert Eva Warburg, Leiterin der Jugend-Alijah Schweden, von Stockholm aus den Transfer der jungen Chaluzim unter 18 Jahren auf dem Landwege über Finnland, Moskau, Odessa, Istanbul, Syrien, Libanon nach Haifa, da durch den Kriegseintritt der Franzosen und Briten nach dem Überfall auf Polen die Schiffreise unmöglich geworden war.

8.5.1940 Eva Warburg, an das Hilfskomitee der Jüdischen Gemeinde Stockholm:

„…hat nämlich die Jewish Agency über die Youth-Aliyah Schweden nicht weniger als 95 Zertifikate für Kinder im Alter von 15-17 Jahren erteilt. … Vorbereitungen für die Reise haben bereitsbegonnen; wir verhandeln zur Zeit mit Intourist über die Reise durch Russland. Denn diese wird wohl über Moskau und Odessa nach Haifa gehen.“

21.11.1940 Passverlängerung in Stockholm

Heinz Deutschkron mit Alfred Ascher auf dem Odessa-Transport über Land nach Palästina

8.12.1940 Turku

11.12.1940 Ausreise über die finnische Grenzstation Vainikkala

Moskau, Odessa, Istanbul

21.12.1940 Ausreise über die türkisch-syrischen Grenzorte Islahye und Meydan-Ekbaz,

Stempel :Türkiye’den çıktığı görüldü – Es wurde festgestellt, dass er aus der Türkei kam

24.12.1940 Ausreise Ras en-Nakoura

24.12.1940 Einreise von Heinz Deutschkron aus dem Libanon über den Grenzort Ras En Naqura/ Rosh HaNikra  mit einem Studentenzertifikat der Jugendalija

Eintritt in die Palestinian Company der Britisch Army als Driver

Gedenken –

Quellen

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html#B

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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