Gerhard Wolf Bober
*13.3.1914 in Berlin; ✡ 1943 Auschwitz
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Georg David Bober *30.12.1888 in Glogau ; ✡ ?
Mutter Elise Hartmann; ✡ ? vor 1938
Geschwister
Hildegard Bober *4.7.1918 in Berlin ; oo 27.10.1928 Ernst Friedemann
Käthe Bober *18.5.1920 in Berlin; überlebt Auschwitz; ✡1996 in Berlin; oo Seff
Halbbrüder (Mutter Rose *18.1.1909)
Henri Bober *30.1.1941 in Shanghai
Gerhard Bober 20.2.1948 in Bern
Beruf Schriftsetzer; Landarbeiter
Adressen Berlin, Prenzlauer Berg, Greifswalder Straße 14 ; Gut Winkel, Spreenhagen;
Heirat Margot Kuttner *4.11.1916 in Berlin; ✡März 1943 in Auschwitz
Kinder –
Weiterer Lebensweg
1937 Fluchtversuch des Vaters in die Schweiz
4.12.1937 Vater Georg Bober inhaftiert wegen angebl. „Rassenschande“ im KL Dachau
23.9.1938 Vater Georg Bober überstellt aus Dachau in das KL Buchenwald

6.2.1939 Vater Georg Bober entlassen aus dem KL Buchenwald
Shanghai
21.2.1939 Vater abgemeldet nach Shanghai

1939 Jüdisches Adressbuch von Shanghai
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 Gerhard und Margot Bober in Berlin, Prenzlauer Berg, Greifswalder Straße 14
Gut Winkel

1941 Margot und Gerhard Bober zum Arbeitseinsatz in Gut Winkel, Spreenhagen
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.
Fabrikaktion
November 1942 in Kraft tretendes Gesetz: „Alle im Reich gelegenen Konzentrationslager sind judenfrei zu machen und sämtliche Juden sind nach Auschwitz und Lublin zu deportieren.“
20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“
März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz und ins „Generalgouvernement“ deportiert
1943 Margot und Gerhard Bober wohnhaft Berlin Charlottenburg, Chodowieckistraße 7 bei Grünberg; mit Ursel Grünberg (17.11.1920)
27.2.1943 Verhaftung der noch in kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“, z.T. direkt am Zwangsarbeitsplatz und in das Sammellager ehemaliges jüdisches Altenheim Große Hamburger Straße 26 verbracht

1.3.1943 Margot Bober auf dem 31. Osttransport von Berlin nach Auschwitz; von den Deportierten 1736 Juden werden nur 677 jüdische Häftlinge als arbeitsfähig in die „Lagerstärke“ genommen, davon 292 Männer und 385 Frauen 1059 Männer, Frauen und Kinder werden in die Gaskammer geführt.

6.3.1943 Gerhard Bober mit Ursel Grünberg auf dem 35. Osttransport von Berlin nach Auschwitz
Tod von Gerhard Bober in Auschwitz
Nachkriegszeit
1947 Rückkehr des Vaters Georg aus Shanghai mit seiner zweiten Frau Rose und Sohn Henri

20.2.1948 Geburt des Halbbruders Gerhard Bober in Bern
Gedenken –
Quellen
https://collections.arolsen-archives.org/en/document/80920336
https://collections.arolsen-archives.org/en/document/5560955
https://victims.auschwitz.org/victims
https://genealogyindexer.org/view/1939Shanghai/28
Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
http://luckauer-juden.de/hachschara.html#B
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316