Levy Erich

Erich Joseph „Piefke“ Menachem Levy

*7.12.1919 in Hamburg; ✡ 1943 in Auschwitz

Staatsangehörigkeit  deutsch, staatenlos

Religion jüdisch

Vater Martin Moshe Levy *29.12.1884 in Lübeck; ✡ in Auschwitz vor 1944

Mutter Frieda Koch *27.6.1886; ✡ in Auschwitz vor 1944

Geschwister

Samuel Schmuel Levy *10.7.1918 in Hamburg; ✡13.9.1999

Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant; Molkereilehrling

Adressen Hamburg; Antwerpen; Hengelo; Enschede; Franeker, Amsterdam

Heirat ledig

Kinder

Weiterer Lebensweg

März 1939 Flucht mit den Eltern von Hamburg nach Antwerpen; die Eltern fliehen nach Nizza; Internierung im Camp Gurs; Tod in Auschwitz

November 1937 Landbouw-Schule in Hengelo

Hachschara Kibbuz Haimer’s Esch in Twekkelo/Enschede

Erich Levy schließt sich dem Kibbuz „Haimers Esch“ des orthodox-religiösen Agudas Jisroel an.

Februar 1938 Eröffnung der Hachschara in der großen, vom berühmten Architekten Beltmann entworfenen ländlichen Villa im Dorf Twekkelo bei Enschede, Strootsweg 460 (heute Haimersweg); die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte in dem großen Obst- und Gemüsegarten; Handwerker wie Möbeltischler, Elektriker, Schuhmacher, Schmiede wurden zumeist in lokalen Betrieben in Enschede, Hengelo, Lonneker und Boekelo ausgebildet.

Kibbuz Franeker

Der 1935 von einem Arzt aus Franeker gegründete Kibbuz der religiösen Zionisten des Misrachi „Dath we Eretz“ bestand bis zu seiner Auflösung durch eine Razzia am 3. November 1941.

14.8.1939 Erich Levi wechselt von Haimer’s Esch in den Kibbuz Franeker

Er arbeitet bei J. Wallenga in Schalsum und später in einer Molkerei in Achlum

Kibbuz Franeker vorn v.l. Moritz Schnitzer, ? Erich Levy, ?; stehend 2. v.re Hannah Levy, 3. v.re. Moritz Heller

Herbst 1941 von Franeker nach Amsterdam

3.11.1941 Verhaftung der Bewohner bei einer Razzia des SD auf Grund einer Verleumdung; dann Verbringung ins Gefängnis Blokhuispoort in Leeuwarden

In Amsterdam trifft er Moritz Schnitzer

Anfang Juli 1942 mit Moritz Schnetzer nach Brüssel zu seinem Onkel; nachdem gefälschte Ausweise beschafft waren, Reise über Nancy, Maiche, Überquerung des Fluß Doubs. Bei Ankunft in der Schweiz inhaftiert von der Schweizer Polizei und nach Frankreich zurückgeschickt. Auf französischem Gebiet eröffnen deutsche Soldaten das Feuer auf die beiden; Schnitzer kann entkommen. Erich Levy wird verhaftet.

Mechelen

Deportation nach Mechelen, Sammellager Kazerne Dossin

15.1.1943 Deportation von Mechelen auf dem 18. Transport nach Auschwitz

1.8.1943 Tod in Auschwitz

Gedenken

28.2.1956 Pages of Testimony für Erich und beide Elternvon Bruder Schmuel Levy

2022 Joods monument Kibboets Franeker Harlingerweg mit 24 Opfernamen

Quellen

https://beeldbank.kazernedossin.eu/portal/media/(preview:preview)

Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998

Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de914048

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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