Heimann Tina

Tina Dina Heimann

*17.10.1905 in Schwanfeld; ✡ 26.3.1943 in Sobibor

Staatsangehörigkeit  deutsch, staatenlos

Religion jüdisch

Vater Arnold Heymann *7.6.1874 in Schwanfeld; ✡ vor 1939

Mutter Ida Berney *29.7.1873 in Karbach; ✡18.11.1942 Theresienstadt

Geschwister

Sidonie Toni Lindheimer geb. Heimann *15.3.1904 Schwanfeld ; ✡ Krasnystaw

Beruf Köchin, Hauswirtschafterin

Adressen Schwanfeld Nr. 98

Heirat  ledig

Kinder

Weiterer Lebensweg

Flucht in die Niederlande

17.5.1939 Tina Heimann mit der Mutter und Schwester Toni in Schwanfeld Nr. 98 bei der Minderheitenzählung

Jeugdalijah

Im September 1939 eröffnete die Jeugdalijah in Amsterdam die Hachschara Zentren in Mijnsheerenland und „Het Paviljoen Loosdrechtse Rade“, nachdem das Waisenhaus Vondelhof in Amsterdam diese Funktion verloren hatte.

Het Paviljoen Loosdrechtse Rade

Von September 1939 bis August 1942 fanden hier 99 Bewohner Zuflucht.

1942 in das Heim der Jugendalijah in Loosdrecht, „het Paviljoen“;

Unterkunft hat sie bei der Familie Waterman, Loosdrecht, C2 rood

Im Versteck als Onderduiker

7.7.1942 Aufforderung an die Amsterdamer Juden, sich freiwillig zum „Arbeitseinsatz“ zu melden.

14./15.7.1942 Razzia in Amsterdam; Registrierung in Westerbork und Deportation nach Auschwitz

15.7.-15.8.1942 von den Madrichim Schuschu Simon und Menachem Pinkhof werden Verstecke für alle Jugendlichen gesucht.

12.8.1942 Erica Blüth erfährt beim Joodse Raad und übermittelt mit Codewort per Telefon, dass auch die Chaluzim aus Loosdrecht ins Kamp Westerbork gebracht werden sollen.  Die Madrichim Menachem Pinkhof und Schuschu Simon sowie Miriam Waterman beschließen, die 30 Jugendlichen mit Hilfe des Netzwerks von Joop Westerweel in Verstecken untertauchen zu lassen.

13.8.1942 Ankündigung von Pinkhof und Simon, dass alle Chaluzim im Verstecke gebracht werden. Die ersten werden noch am selben Abend weggebracht.

Tina Heiman versteckt bei der Mutter von Joop Westerweel

19.3.1943 nach Verrat verhaftet und als Strafgefangene in das polizeiliche Juden-durchgangslager gebracht, inhaftiert in der gesondert bewachten Strafbaracke 66

23.3.1943 unverzüglich auf den nächsten jeweils dienstags abgehenden Deportationszug nach Sobibor gestellt

Theresienstadt

10.9.1942 Mutter Ida ab Nürnberg nach Theresienstadt

18.11.1942 Tod der Mutter in Theresienstadt

Gedenken

Tina Heimann verzeichnet auf der Loosdrecht Gedenktafel

Quellen

Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998

Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130304495

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de855898

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de855503

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

https://www.gfh.org.il/eng/Archive

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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