Nathansen Fritz

Fritz Simon Nathansen

*17.2.1914 in Frankfurt; ✡ 24.12.1973 in Jerusalem

Staatsangehörigkeit deutsch, staatenlos

Religion jüdisch

Vater Samuel Isaak Nathansen, Dr. *23.8.1880 in Halberstadt; ✡ 1942 in Auschwitz

Heirat der Eltern 1910

Mutter Johanna Angel *14.1.1884; ✡ 27.12.1939 ?

Geschwister

Max Nathansen *13.1.1911 in Frankfurt; ✡ 1974 Petah Tikwa; oo Sarah Neubauer (21.4.1915 in Leipzig)

Bernard Nathansen *30.1.1912 in Frankfurt; ✡ 1975 in Israel

Else Ester Nathansen *23.2.1915 in Frankfurt; ✡ in Israel; oo Fried

Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant

Adressen Frankfurt; Würzburg, Sterngasse 16; Franeker; Amsterdam, Nieuwe Prinsengracht 8

Heirat Rahel Ruchla Laja Mantel *10.7.1914 in Wieruszow; ✡ 2016 in Israel

Kinder eins

Josef Haim Nathansen *12.11.1939 in Afula; ✡?

Weiterer Lebensweg

Vater Samuel war Zahnarzt

1934 Flucht von Bruder Max mit Frau Sara in die Niederlande

3.5.1934 Ausstellung eines deutschen Reisepasses in Würzbürg für Fritz Nathansen

Okt. 1935 Alija von Schwester Else nach Palästina

Januar 1936 Emigration von Fritz Nathansen in die Niederlande

April 1936 Bruder Bernhard zur Einzelhachschara nach Dänemark

Mai 1937 Rahel Mantel arbeitet im Heim „Joodsche Invalide“

23.7.1937 Ausstellung eines Passes für Laja Mantel in Den Haag

17.5.1939 beide Eltern in Würzburg, Sterngasse 16 bei der Minderheitnzählung

27.12.1939 beide Eltern abgemeldet aus Würzburg zur Emigration nach Palästina

Kibbuz Franeker

Der 1935 vom Arzt Dr. Jacob und seiner Frau Lina Bramson aus Franeker gegründete Kibbuz der religiösen Zionisten des Misrachi „Dath we Eretz“ bestand bis zu seiner Auflösung durch eine Razzia am 3. November 1941.

Träger Misrachi/ Dath Waäretz; Bachad, 1928 gegründete Jugendorganisation des orthodox-jüdischen Misrachi; das hebräische Akronym בָּחָ״ד BaChaD steht für Brit Chaluzim Datiim, deutsch ‚Bund religiöser Pioniere‘. Die Hachschara Organisation hieß „Dath we Eretz“

29.3. 1934 als erster Chaluz von Franeker  bezieht Wolf Tempel ein Zimmer an der Dijkstraat 1;

April 1935 Anmietung des alten Bahnhofsgebäude am Harlinger Weg 45 für den des Kibbuz Franeker es konnte etwa 25 Bewohner aufnehmen, anfangs waren es 10-15, zuletzt bis zu 30 Chalutzim. Zuvor wohnten die Chaluzim in den Haus Noorderbolwerk 13.

Jacob Bramson kümmerte sich persönlich um die sorgfältige Auswahl die Bauernhof-Stellen.

Die geistliche Betreuung übernahm Oberrabbi Lewinson aus Leeuwarden

10.1.1936 Fritz Nathansen von Amsterdam kommend angemeldet im Kibbuz Franeker

Anfang 1936 Eintritt von Rachel Mantel, Schlomo Wechsler, Ruth Gans in den Kibbuz Franeker

Im Wohnraum Franeker ca. März 1936; von links, vorn am Tisch: Ies Asscher, Rika Nordheim; Jo Dinner, Rachel Mantel, ?; Stehend: Johanna Rothschild, ?, Bettus van Gelder, Harry Asscher, ?, David Kallus, Flip Cohen; Fritz Nathansen ev. 2. oder 5. vl.

18.8.1936 Fritz Nathansen verlässt den Kibbuz

8.9.1937 Einreise von Fritz Nathansen und Laja Mantel mit Arbeiterzertifikaten des Hechaluz der Kategorie C/LS

13.10.1937 offiziell abgemeldet aus Franeker zur Alija nach Palästina

15.10.1947 Einbürgerung von Fritz und Laja Nathansen mit Sohn Josef in Palästina

Albanien-Italien-Auschwitz

Vater Samuel bis 1938 in Würzburg inhaftiert

1939 Flucht nach Albanien; Italien

30.1.1944 Deportation des Vaters mit 700 Häftlingen aus den San vittore Gefängnis in Mailand von Italien nach Auschwitz; bei der Selktion an der Rampe in Auschwitz-Birkenau werden 97 Männer und 31 Frauen als Häftlinge übernommen, 572 werden in den Gaskammern ermordet

Gedenken

28.6.2011 Stolperstein für Vater Dr. Samuel Nathansen in Würzburg, Pleicherwall 2

Quellen

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de934725

https://www.myheritage.de/research

https://historischcentrumfraneker.nl/inwoners

http://danielabraham.net/tree/related/dora/

Kelly Bauer, Syds Wiersma, Kibboets op de Klei, Fries Film Archief Leeuwarden, 2020

Auke Zeldenrust, Kibboets op de Klei, Boom, 2020

Morris Schnitzer, My three selves, a memoir, Lugus, Toronto, 2002

Hannelore Grünberg-Klein, Zolang er nog tranen zijn, Nijgh & Van Ditmar, 2015

Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998

Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

https://www.gfh.org.il/eng/Archive

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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