Böhm Lieselotte

Lieselotte Böhm

*3.4.1915 in Bochum; ✡ 11.5.1990 in Givat Haim

Staatsangehörigkeit  deutsch, staatenlos, Israel

Religion jüdisch

Vater Salomon Böhm *14.9.1877 in Gardawice; ✡26.4.1942 in Izbica

Mutter Selma Israel *16.1.1884 in Krefeld; ✡ 26.4.1942 in Izbica

Onkel Josef Böhm

Geschwister

Günter Heinrich Zwi Böhm *24.3.1910 in Bochum; ✡20.4.1939 in Hulda, Israel

Beruf Landwirtschaftliche Arbeiterin

Adressen Bochum; Memmingen; Ulm

Heirat

1.Ehe mit Reinhold Korn *11.11.1911 in Wickrath; 28.1.1949

2.Ehe mit Alfred Hugo Avraham (Gandi) Aharon *15.9.1912 in Boblitz, Brandenburg; 13.8.1969 in Givat Haim

Kinder drei

Nurit Zachi; Ben Or geb. Korn

Chanoch Aharon *8.4.1945 in Kfar Szold; ✡16.10.1973 Sinai (benannt nach seinem 1939 gefallenen Onkel Heinrich)

Jehuda Dudu Aharon *29.1.1948 in Kfar Szold; ✡16.10.1973 Sinai

Weiterer Lebensweg

1930-1933 Vater als Geschäftsführer (?) im Einheitspreisgeschäft Wohlwerth (Woolworth) in Memmingen. Die Einheitspreisgeschäfte waren ein besonderes Hassobjekt der Nazis.

Nach dem Aprilboykott 1933 zieht die Familie nach Ulm

Lieselotte Böhm im jüdischen Landschulheim Herrlingen bei Ulm; zu dieser Zeit war auch Esther Loewy später Bejarano im Internat; Leiter der Schule von 1933 bis zur Schließung 1939 war Hugo Rosenthal (1887-1990) zusammen mit seiner Frau Judith aus Dortmund.

1937 Alija von Lieselotte Böhm nach Palästina

Alija von Bruder Günter Böhm nach Palästina

Großer arabischer Aufstand in Palästina

1936-Frühsommer 1939

20.4.1939 Bruder Günther bei Kämpfen der Araber gegen die jüdischen Siedler umgekommen

Stuttgart -Izbica

1939 Umzug der Eltern nach Stuttgart

26.4.1942 Deportation beider Eltern von Stuttgart ins Ghetto Izbica

Palästina/Israel

Scheidung von Reinhold Korn

Jom Kippur Krieg 6.- 25. Oktober 1973

16.10.1973 Beide Söhne Chanoch und Jehuda von Lieselotte Böhm auf dem Sinai kriegsgefallen

11.5.1990 Tod von Lieselotte Aharon in Givat Haim

Gedenken

Quellen

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de846220

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de846223

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT420426_Stuttgart8.jpg

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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