Kann Otto

Otto Ernst Kann/Elieser Keynan

*22.1.1910 in Wittlich; ✡ 7.2.1990 Israel

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Julius Jakob Kann *8.2.1874 in Rheinböllen; ✡ 5.7.1920 in Bonn

Mutter Olga Speyer *30.3.1878 in Gelsenkirchen; ✡ 27.4.1934

Geschwister

Gertrud Kann *11.1.1903 in Wittlich; ✡ 22.12.1981 Santa Fe Argentinien; Paul Sänger

Hedwig Regina *17.3.1904 in Wittlich; ✡ 26.1.1984 Chicago; oo Weigert

Hilde Kann *8.6.1905 in Wittlich; ✡ 6.5.1994 in Johannesburg; oo Stamm

Beruf Landwirtschaftlicher Volontär

Adressen Wittlich; Bonn; Frankfurt; Werkdorp Wieringen Nieuwesluizerweg 42, Slootdorp (Wieringen); Amsterdam,

Heirat

Irene Spier *12.3.1916 in Kassel; ✡6.11.2012 in Kfar Sba

Scheidung von Irene Spier; sie heiratet am 25.2.1943 Heinz Zwi Steinweg (*21.8.1916 in Münster; ✡6.9.2011 in Münster)

27.8.1942 Lea Glücksmann *23.7.2016; ✡26.5.2006

Kinder eins

Weiterer Lebensweg

5.7.1920 Tod des Vaters in Bonn, der Vater war Kantor

Umzug nach Frankfurt

27.4.1934 Tod der Mutter in Frankfurt

Werkdorp Nieuwe Sluis

23.8.1935 Otto Ernst Kann angemeldet  aus Frankfurt zur Hachschara ins Joodse Werkdorp Wieringermeer

Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)

Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.

Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs

Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.

Anfang 1937 Offizielle Eröffnung der nun fertiggestellten Anlage

13.5.1938 Passausstellung in Amsterdam

26.9.1938 Einreise von Otto und Irene Kann in Haifa mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS

10.10.1938 Otto Ernst Kann abgemeldet nach Palästina

12.11.1940 Einbürgerung mit Ehefrau Irene in Palästina

Gedenken

Quellen

www.werkdorpwieringermeer.nl/

Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938

https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Henny E. Dominicus, Mauthausen, een gedenkboek, Amsterdam 1999

https://acrobat.adobe.com/id/urn:aaid:sc:EU:3788160f-e50b-425a-b9a8-a092142001f1

https://yvng.yadvashem.org/ad

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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