Hirsch Thea

Thea Lindemann

*10.12.1917 in Kolberg, Pommern

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater David Lindemann *30.1.1872 in Berent; ✡3.2.1943 Theresienstadt

Mutter Dorothea Abrahamsohn *20.7.1876 in Berent; ✡ 24.2.1944 in Theresienstadt

Schwester Hildegard Lindemann *2.3.1919 in Berent, Westpreußen; ✡ 12./13.10.1941 Zasavica; oo 1940 in Sabac Martin Hirsch

Beruf Bürokraft;Landwirtschaftliche Praktikantin

Adressen Kolberg; Berlin-Neukölln Mariendorfer Weg 24/Haus 3; Spreenhagen

Heirat 15.9.1948 in Jerusalem Hubert Pollak (1903-1967)

Kinder ?

Weiterer Lebensweg

Gut Winkel

10.4.1938 Thea Lindemann zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen

17.5.1939 Schwester Hildegard Lindemann mit den Eltern Berlin-Neukölln Mariendorfer Weg 24/Haus 30 bei der Minderheitenzählung

24.6.1939 Schwester Hildegard zur Hachschara in Gut Winkel

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.

Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.

Bei der Minderheitenvolkszählung am 17. Mai 1939 wurden 210 jüdische Bewohner erfasst.

Schwester Hildegard, nicht aber Thea auf der Liste des Landkreis Beeskow-Storkow September 1939

September 1939

Alija von Thea Lindemann zu einem unbekannten Zeitpunkt nach Palästina

Kladovo Transport

Schwester Hildegard auf der Sonderhachschara 5

Vom Hechaluz Österreich organisierte Alija beth, Sonderhachschara SH-5 mit dem Plan über die Donauroute, Schwarzes Meer, Mittelmeer letztlich Palästina illegal zu erreichen.

19.11.1939 Hildegard Lindemann mit weiteren Chaluzim aus Gut Winkel (9) und Ahrensdorf  (15) zunächst mit der Bahn nach Berlin: Martin Hirsch, Madrich in Ahrensdorf, begleitet die Chaluzim und war einer der Leiter der Sonderhachschara 5.

Die Schiffe aus Wien können das Schwarzmeer nicht erreichen

1940 Heirat von Schwester Hildegard mit dem Transportleiter Martin Hirsch in Sabac

August 1941 Juden von Sabac und die Flüchtlinge in einer alten Festung Camp Sabac interniert

11.10.1941 Jüdische Männer, Zigeuner und manche Serben verlegt in das Seniak Camp

12. und 13. Oktober 1941

Massenerschießung in Zasavica von 2100 Geiseln auf Befehl von General Franz Böhme von Einheiten der Wehrmacht als Racheaktion für 21 tote deutsche Soldaten

Berlin – Theresienstadt

14.10.1942 beide Eltern auf dem 3. Großen Alterstransport von Berlin nach Theresienstadt

3.2.1943 Tod des Vaters in Theresienstadt

24.2.1944 Tod der Mutter in Theresienstadt

Quellen

http://luckauer-juden.de/hachschara.html

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11216207

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11216191

Namensverzeichnis von im Oktober 1941 im Dorf Zasovica bei Schabac erschossenen Juden

https://collections.arolsen-archives.org/en/search?s=Zasovica

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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