
Annemarie Posner
* 17.2.1916 in Berlin; ✡1.8.1994 in Israel
Staatsangehörigkeit deutsch
Vater Hermann Zwi Posner *20.12.1867 in Krotoschin; ✡ 11.5.1929

Mutter Klara Neumann *1878 in Anklam; ✡ 18.8.1942 Riga

Onkel Hans Neumann *22.8.1889 in Anklam; ✡ 18.8.1942 Riga
Tante Charlotte Neumann geb. Steinecke *20.3.1899 in Falkenberg; ✡ 18.8.1942
Cousin/e
Rosemarie Neumann *31.12.1922 Berlin; ✡ 18.8.1942 Riga
Heinz-Herbert Neumann *27.3.1926 in Berlin; ✡ 18.8.1942 Riga
Geschwister
Eduard Posner *1.12.1908 in Berlin; 14.9.1942 von Drancy nach Auschwitz
Beruf Praktikantin
Adressen Berlin; Amsterdam; Werkdorp Barsingerhorn, Wieringermeer
Heiraten

30.8.1938 in Emmeloord Ernst Gershon Spitz *16.7.1916 in Hindenburg; ✡ ?
Hans Chanan Goldschmidt *24.6.1914 in Fürfeld; ✡23.4.1945 in Yajur, Israel

Peter Misch *22.4.1915 in Berlin, Zwilling; ✡ 7.8.2005 in Israel
Kinder vier
Yair Misch *10.11.1942 in Petah Tikwah
Weiterer Lebensweg

11.5.1929 Tod des Vaters
1936 Bruder Eduard nach Saint-Hilaire (Allier), Frankreich
29.4.1937 Annemarie Posner zur Hachschara ins Werkdorp Nieuwe Sluis

4.5.1937 offiziell gemeldet in Barsingerhorn
Ernst Spitz zur Hachschara ins Werkdorp
Der Aufbau des Werkdorp Nieuwe Sluis
Träger des „Jüdisches Werkdorf Nieuwe Sluis“ ist die „Stichting Joodse Arbeid“ (Stiftung Jüdische Arbeit); hier werden jüdische Jugendliche zu Landarbeitern umgeschult (Hachschara) als Vorbereitung auf die Ansiedlung in Palästina (Alija). Die Ausrichtung war neutral, nur etwa ein Drittel der Chawerim waren auch zionistische Chaluzim (zionistische Pioniere)
Im März 1934 kommt eine kleine Gruppe von Volontären als Aufbaugruppe in die verlassenen Baracken auf der Farm. Dreieinhalb Jahre lang dienten diese als Unterkunft für die Gruppe der Bauarbeiter. Ende 1934 stehen vier Baracken und eine Kantine dicht beieinander rund um das Haukes-Haus.
Oktober 1934 Aufnahme des regulären Ausbildungsbetriebs
Im Zentrum des Werkdorfs wird ein Gemeinschaftshaus errichtet, die Baracken werden in einem Halbkreis herumgebaut.
1.1.1938 Annemarie Posner auf der Liste der Hechaluz-Mitglieder im Werkdorp
2.1.1938 formal bedingte Ummeldung von Annemarie Spitz wie aller Werkdorper von der Gemeinde Barsingerhorn nach Wieringermeer
30.8.1938 Heirat in Emmeloord Ernst Gershon Spitz


26.9.1938 Ernst und Annemarie Spitz aus der SS GALILEA nach Haifa mit Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS

31.12.1938 beide auf der Palästina-Emigrantenliste des Werkdorps

15.9.1942 Einbürgerung von Ernst und Annemarie Spitz in Palästina
Berlin – Riga
17.5.1939 Mutter Clara Posner in Berlin, Lessingstraße 6 bei Minderheitenzählung
17.5.1939 Onkel Hans, Tante Charlotte, Rosemarie und Heinz Neumann in Berlin Lutherstraße
15.8.1942 Deportation der Mutter, Onkel Hans, Tante Charlotte, Rosemarie und Heinz Neumann, insgesamt 938 Juden aus Berlin nach Riga Skirotawa
18.8.1942 nach Ankunft in Skirotawa Massenerschießung des gesamten Transportes im Hochwald von Bikernieki
Gedenken
Quellen
Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938
https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer
https://danielabraham.net/tree/related/dora
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316