Hertz Heinz

Heinz /Karl-Heinz Hertz

*6.3.1921 in Köln; ✡ 10.10.1943 im AEL Lahde

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater unbekannt

Mutter unbekannt

Geschwister unbekannt

Beruf Landarbeiter

Adressen Köln, Engelbertstraße 5; Gut Winkel, Spreenhagen; Deventer; Spankeren, Gelderland

Heirat

Kinder

17.5.1939 bei Minderheiten-Volkszählung

Weiterer Lebensweg

Heinz Herz war Mitglied im Makkabi Hazair

Gut Winkel

5.5.1937 Heinz Herz zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.

Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.

Ende 1938 bis Anfang 1939 sammeln sich viele Chaluzim nach der Zerstörung einzelner Hachscharalager in Deutschland in Bielefeld

Flucht in die Niederlande

Die Karteikarte des Joodse Raad in Amsterdam; Text übersetzt:
Bis 1943 in Gelderland, danach Amsterdam, dann verzogen als onderduiker nach Deutschland (Westfalen) nicht in ? gesehen sein

Die Karteikarte legt folgende Ereignisse nahe:

Anfang 1939 Flucht in die Niederlande, Sammellager Flugschule Teuge der Deventer Vereniging tot Vakopleiding

Er bekommt einen Platz zur Einzelhachschara bei einem Bauern in Spankeren bei Dieren/Gelderland, kurzfristig nach Amsterdam, dort schon nicht mehr offiziell gemeldet

Offenbar ging Heinz Hertz wie viele andere Chaluzim mit gefälschten Papieren als hollandischer Fremdarbeiter nach Westfalen, (Dortmund?) und seine falsche Identität flog auf, aber nicht, dass er Jude war, sonst wäre er nicht in ein AEL sondern in ein Konzentrationslager gebracht worden.

AEL Lahde

1943 Eröffnung des Arbeitserziehungslager Lahde bei Petershagen durch die Gestapo Hannover zur Zwangsarbeit zum Bau von Kraftwerkprojekten; zuvor Auflösung und Verlegung des AEL Liebenau nach Lahde. Die Gefangenen wurden hier besonders brutal behandelt, so dass oft zwei bis drei Männer pro Tag umkamen.

10.10.1943 Tod von Heinz Hertz im AEL Lahde

Gedenken

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130305390

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de187129

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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