Kurt Arndt
*16.9.1909 Czarnikau; ✡ 1943 Auschwitz
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater unbekannt
Mutter unbekannt
Geschwister unbekannt
Beruf Landarbeiter
Adressen Czarnikau ; Gut Winkel, Spreenhagen;
Heirat (1943?) Betty Neumann *14.7.1912 in Schönbruch; ✡ 1943 in Auschwitz
Kinder keine
Weiterer Lebensweg
Gut Winkel
Kurt Arndt zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.
1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.
Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 Kurt Arndt und Betty Neumann in Gut Winkel, Spreenhagen


September 1939 Namenlisten verschiedener Gemeinden im Landkreis Beeskow-Storkow
Fabrikaktion – Deportation nach Auschwitz
Mit 17 Chawerim im Arbeitseinsatzlager Neuvorwerk bei Verneuchen
20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“
März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz und ins „Generalgouvernement“ deportiert
2.3.43 Fernschreiben des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamts (SS-WVHA) an den Lagerkommandanten von Auschwitz:
„Wie dort bekannt, beginnen am 1.3.43 die Judentransporte aus Berlin. Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß sich bei diesen Transporten etwa 15000 vollkommen arbeitsfähige, gesunde Juden befinden, die bisher in der Berliner Rüstungsindustrie gearbeitet haben. Auf ihre weitere Arbeitsverwendungsfähigkeit ist mit allen Mitteln Wert zu legen.“

1.3.1931 Kurt und Betty Arndt mit den 17 Chawerim aus Neuvorwerk auf dem 31. Osttransport mit 3222 Juden von Berlin nach Auschwitz
Bei der Ankunft an der Rampe von Auschwitz werden nur 677 Frauen und Männer zur Zwangsarbeit ins Lager selektiert; vergeben werden die Häftlingsnummern: 36546 – 36930 (385 Frauen) und 104598 – 104889 (292 Männer).
Gedenken
Quellen
https://collections.arolsen-archives.org/en/document/71076340
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
https://victims.auschwitz.org/victims?pattern=Arndt+Kurt
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316