
Gerd Kronenberg/Joseph Ron
*2.3.1924 in Dortmund; ✡5.2.2010 in Mizra, Israel
Staatsangehörigkeit Deutsch
Religion jüdisch

Vater Feodor Kronenberg *6.11.1884 in Udorf, Brilon; ✡? Nach 1942 Region Lublin
Heirat der Eltern 1895

Mutter Alma Isaack *6.5.1885 Radevormwald, Lennep; ✡ ? Nach 1942 Region Lublin
Onkel Jacob Kronenberg *3.3.1882 in Udorf, Brilon; ✡ 12.10.1944 in Auschwitz
Tante Lina Weitzenkorn *9.2.1895 Obermarsberg✡ 12.10.1944 in Auschwitz
Tante Frieda Weitzenkorn * *12.4.1879 in Helsen, Waldeck; ✡ Nach 1942 Region Lublin
Großvater Calmen Kronenberg *8.8.1857 in Rimbeck, Warburg; ✡30.11.1925 in Rimbeck
Großmutter Braunchen Rosenberg
Geschwister
Anna Anneliese Kronenberg *16.11.1919 in Dortmund; ✡21.12.2003 HaZorea; Bruno Wachsner
Cousins
Lore Kronenberg *27.6.1924 in Dortmund; ✡ 12.10.1944 in Auschwitz
Hans Kronenberg *14.2.1931 in Dortmund; ✡ 12.10.1944 in Auschwitz
Beruf –
Adressen Dortmund, Stiftsstraße 17;
Heirat –
Unbekannt Wechsler
Kinder zwei, Ron
Weiterer Lebensweg
1.6.1895 Verlobungsanzeige der Eltern in diversen Blättern in Solingen, Aachen
8.11.1918 in den Preußische Verlustlisten Nr. 1289 Theodor Kronenberg „schwer verwundet“ gemeldet
9.3.1910 Reichsanzeiger
„…Persönlich haftende Gesellschafter sind die Kaufleute Louis und Feodor Kronenberg zu Hagen. Die Gesellschaft hat am 23. …“
18.6.1931 zugleich im Reichsanzeiger und dem Stadtanzeiger für Castrop Rauxel erscheint die Notiz:
„Zu Mitgliedern des Gläubigerausschusses werden bestellt: 1. der Kaufmann Feodor Kronenberg, Kaufmann in Dortmund, Kaiserstraße 56, 2. der Kaufmann Otto Wüst in Bochum, Kanalstr. 6,…“
Novemberpogrom
10.11.1938 Verhaftung des Vaters Feodor und des Onkels Jacob in Dortmund
Inhaftierung in der Steinwache in Dortmund
12.11.1938 Bahntransport in das KL Sachsenhausen
22.12.1938 Vater Feodor aus KL Sachsenhausen entlassen
12.1.1939 Onkel Jacob aus KL Sachsenhausen entlassen
Tante Frieda Weitzenkorn
Tante Frieda Weitzenkorn war Hauswirtschafterin im jüd. Altersheim Kalverbenden Aachen, Horst-Wessel-Straße 67,im Jüdischen Altersheim Unna, Düppelstraße 7; Fürstenau; sowie in den Hachschara Landwerken Steckelsdorf und Neuendorf
Minderheitenzählung
17.5.1939 Gerd mit seinen Eltern Alma und Feodor Kronenberg in Dortmund, Stiftsstraße 17
17.5.1939 Onkel Jacob mit Frau Lina Kronenberg mit Sohn Hans in Dortmund, Bornstraße 113
Britischer Zensus
29.9.1939 Schwester Anna und Bruno Wachsner zur Hachschara auf der Manor Farm, Tingrith, Ampthill, Bedfordshire
Dänemark
18.10.1939 Passausstellung in Dortmund
1939 Emigration von 500 garantierten Jugendlichen nach Dänemark zur Hachschara auf einzelnen Bauernhöfen
9.4.1940 Einmarsch der Deutschen in Dänemark; Dänemark bleibt in Teilen autonom bis zum Oktober 1943

5.11.1940 Gert Kronenberg in Ovsted, Ovsted-Tåning, Vor, Århus bei Familie Mortensen mit Ester Nölting (*20.3.1923/24 in Köln) bei dänischem Census
Alija über die Sowjetunion nach Haifa
10.12.1940 Gerd Cronenberg mit einer legalen Alijah Gruppe mit Studentenzertifikat des der Jugendalija Kategorie B(III)
Stationen der Reise von Kopenhagen, Stockholm über Finnland, Grenzstation Vainikkala
12.12.1940 russischer Einreisestempel H У P M И (Nurmi anstelle Wyborg?)
Von Vyborg, UdSSR über Leningrad, Moskau nach Odessa,
mit dem Schiff von Odessa nach Varna, Bulgarien, dann Istanbul;
mit der Bagdadbahn durch Anatolien
21.12.1940 Grenzübertritt türkisch-syrische Grenzort Islahye und Meydan-Ekbaz

24.12.1940 syrisch-libanesischer Grenzort Ras en Nakoura, Beirut, Libanon

24.12.1940 Ankunft mit dem Autobus in Haifa mit Studentenzertifikat der Jugendalija Kategorie B(III)
Gerd Kronenberg auf der Liste der mit der Jugend-Aliyah am 24.12.1940 aus Dänemark, auf dem Landweg über Schweden Finnland, USSR, Türkei, Syrien und Libanon nach Palästina eingereisten 44 Chawerim
Dortmund – Zamosc – Belzec
27.4.1942 beide Eltern werden von der Gestapo aus der Wohnung geholt
28.4.1942 Deportation in die Turnhalle des Sportvereins „Eintracht“ in Dortmund
30.4.1942 Deportation mit 791 Juden vom Sammellager zum Dortmunder Südbahnhof am Heiligen Weg deportiert nach Zamosc
3.5.1942 Ankunft in Zamosc
16.10.1942 Auflösung des Ghetto Zamosc; alle Bewohner ins Ghetto Izbica;bei der Räumung des Ghetto Izbica werden die Bewohner in die Vernichtungslager Sobibor und Belzec zur Ermordung deportiert. Niemand vom Zamosc-Transport kehrte zurück
Tod der Eltern nach dem 3.5.1942, Ort und Datum des Todes unbekannt
.
Dortmund – Theresienstadt – Auschwitz

29.7.1942 Jacob, Lina, Lore und Hans Kronenberg auf Transport X/1von Dortmund nach Theresienstadt

9.10.1944 Jacob, Lina, Lore und Hans Kronenberg auf Transport E p von Theresienstadt nach Auschwitz
Nachkriegszeit
Josef Ron im Kibbuz Mizra

16.9.1945 Einbürgerung in Palästina

29.10.1947 Ankunft von Schwester Anna und Bruno Wachsner mit ihren Kindern Miriam (1944) und David (1947) auf der SS PROVIDENCE von Marseille nach Haifa
Gedenken
21.4.1999 Pages of Testimony für Feodor Kronenberg von Anneliese Wachsner
Quellen
http://ahnenblog.globonauten.de/eine-wunderbare-reise/
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de905756
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de905739
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de905759
ttps://collections.arolsen-archives.org/de/document/5007122
https://www.statistik-des-holocaust.de/X1-9.jpg
Ralf Piorr / Peter Witte (Hg.) Ohne Rückkehr. Die Deportation der Juden aus dem Regierungsbezirk Arnsberg nach Zamość im April 1942; Klartext, Essen 2012
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316