Dreifus Walter

Walter Otto Dreyfus

*13.3.1926 in Bochum; +1950

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Emil Dreyfus * 10.9.1883 in Sulzbach, Saar; 30.4.1942 nach Zamosc; Tod

Mutter Toni Löwenbach *19.10.1881 in Freienohl; Kunstgewerbegeschäft; 30.4.1942 nach Zamosc

Geschwister

Anne Rosa Dreyfus *17.10.1918 in Sulzbach; Amsterdam; Westerbork; +7.9.1942 in Auschwitz

Lilli Marie Dreyfus *28.3.1920 in Sulzbach; oo Salomon Bernard de Leeuw; +30.4.1943 Sobibor

Beruf

Adressen Bochum, Rheinische Str. 28

Heirat Toni Löwenbach *19.10.1881 in Freienohl; Kunstgewerbegeschäft; 30.4.1942 nach Zamosc

Kinder

Anne Rosa Dreyfus *17.10.1918 in Sulzbach; Amsterdam; Westerbork; +7.9.1942 in Auschwitz

Lilli Marie Dreyfus *28.3.1920 in Sulzbach; oo Salomon Bernard de Leeuw; +30.4.1943 Sobibor

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

1938 beide Schwestern im Hachschara Vorbereitungslager Gut Jägerslust bei Flensburg, im Novemberpogrom verwüstet, beide kehren danach nach Bochum zurück

10.11.1938 Vater im Novemberpogrom verhaftet, „Schutzhaft“ im KL Sachsenhausen

16.12.1938 Entlassung aus dem KL Sachsenhausen

4.1.1939 Kindertransport mit 15 Kindern aus Bochum über Bielefeld, Rheine nach Amsterdam

4.1.1939 in Amsterdam wurden drei Gruppen gebildet

– Dommelhuis Eindhoven nur Jungen

– Losser K.L. Smitoord nur Mädchen

– Zeehuis Bergen aan Zee gemischt Jungen und Mädchen

Die Flüchtlingskinder im Zeehuis Januar 1939; Walter unten ganz rechts; Foto Hajo Meyer

4.1.1939 Zeehuis, Verspijckweg 5, Bergen aan Zee

Fußballteam im Zeehuis, Walter knieend, 2. von links; Foto Hajo Meyer

23.3.1939 Auflösung des Zeehuis in Bergen, die Kinder werden auf das christliche Burgerweeshuis in Amsterdam (ein Flügel wurde zur Verfügung gestellt) – und „Ons Boschhuis“ in Driebergen verteilt

23.3.1939 Burgerweeshuis, St. Luciensteeg/Kalverstraat 92, Amsterdam

2.10.1939 Quarantine Amsterdam, Zeeburgerdijk 321, Amsterdam

31.10.1939 Burgerweeshuis, St. Luciensteeg/Kalverstraat 92, Amsterdam

7.12.1939 Loosdrecht, Aliyah facility „het Paviljoen“, Loosdrecht

5.11.1944 von Lissabon nach Haifa

1950 Tod in Israel, als Soldat bei einer Nachtübung von einer Schlange gebissen

Gedenken

Page of testimony für Emil und Toni Dreyfus in Yad Vashem von Neffe Hanns Löwenbach

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Hubert Schneider, Die Entjudung des Wohnraums: Judenhäuser in Bochum; Münster, 2010

Hubert Schneider, Leben nach dem Überleben; LIT-Verlag 2014

Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000

Manfred Keller, Spuren im Stein, ein Bochumer Friedhof als Spiegel jüdischer Geschichte, 1997

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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