Rahel Ruchla Laja Mantel *10.7.1914 in Wieruszow; ✡ 2016 Israel
Staatsangehörigkeit polnisch, staatenlos; Palästina; Isarel
Religion jüdisch
Vater Jakob Jankiel Mantel *20.2.1885 in Mlynisko; ✡ 9.4.1965 Amsterdam
Heirat der Eltern ca 1910
Mutter Eva Jochewed Littmann *4.2.1894 in Klobuck; ✡ 1948 Amsterdam
Geschwister vier
Rywka Frajda Mantel *8.2.1920 in Wieruszow; oo Moshe Znamirowski
Beruf Hauswirtschaftliche Praktikantin; Pflegerin
Adressen; Franeker; Amsterdam
Heirat Fritz Simon Nathansen *17.2.1914 in Frankfurt; ✡ 24.12.1973 in Jerusalem
Kinder eins
Josef Haim Nathansen *12.11.1939 in Afula; ✡?
Weiterer Lebensweg
3.5.1934 Ausstellung eines deutschen Reisepasses in Würzbürg für Fritz Nathansen
Okt. 1935 Alija von Schwester Else nach Palästina
Januar 1936 Emigration von Fritz Nathansen in die Niederlande
Anfang 1936 Eintritt von Rachel Mantel, Schlomo Wechsler, Ruth Gans in den Kibbuz Franeker
Mai 1937 Rahel Mantel arbeitet im Heim „Joodsche Invalide“ in Amsterdam
23.7.1937 Ausstellung eines Passes für Rahel Laja Mantel in Den Haag
Kibbuz Franeker
Der 1935 vom Arzt Dr. Jacob und seiner Frau Lina Bramson aus Franeker gegründete Kibbuz der religiösen Zionisten des Misrachi „Dath we Eretz“ bestand bis zu seiner Auflösung durch eine Razzia am 3. November 1941.
Träger Misrachi/ Dath Waäretz; Bachad, 1928 gegründete Jugendorganisation des orthodox-jüdischen Misrachi; das hebräische Akronym בָּחָ״ד BaChaD steht für Brit Chaluzim Datiim, deutsch ‚Bund religiöser Pioniere‘. Die Hachschara Organisation hieß „Dath we Eretz“
29.3. 1934 als erster Chaluz von Franeker bezieht Wolf Tempel ein Zimmer an der Dijkstraat 1;
April 1935 Anmietung des alten Bahnhofsgebäude am Harlinger Weg 45 für den des Kibbuz Franeker es konnte etwa 25 Bewohner aufnehmen, anfangs waren es 10-15, zuletzt bis zu 30 Chalutzim. Zuvor wohnten die Chaluzim in den Haus Noorderbolwerk 13.
Jacob Bramson kümmerte sich persönlich um die sorgfältige Auswahl die Bauernhof-Stellen.
Die geistliche Betreuung übernahm Oberrabbi Lewinson aus Leeuwarden
10.1.1936 Fritz Nathansen von Amsterdam kommend angemeldet im Kibbuz Franeker
Anfang 1936 Eintritt von Rachel Mantel, Schlomo Wechsler, Ruth Gans in den Kibbuz Franeker

Rachel Mantel war wohl behördlich nicht gemeldet; es finden sich keine Unterlagen bei der Meldebehörde in Franeker; entsprechend also auch kein Abmeldedatum
Mai 1937 Rahel Mantel arbeitet im Heim „Joodsche Invalide“ in Amsterdam
8.9.1937 Einreise von Fritz Nathansen und Laja Mantel mit Arbeiterzertifikaten des Hechaluz der Kategorie C/LS
13.10.1937 Fritz Nathansen offiziell abgemeldet aus Franeker zur Alija nach Palästina
15.10.1947 Einbürgerung von Fritz und Laja Nathansen mit Sohn Josef in Palästina
Gedenken
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Quellen
https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de934725
https://www.myheritage.de/research
https://historischcentrumfraneker.nl/inwoners
Kelly Bauer, Syds Wiersma, Kibboets op de Klei, Fries Film Archief Leeuwarden, 2020
Auke Zeldenrust, Kibboets op de Klei, Boom, 2020
Morris Schnitzer, My three selves, a memoir, Lugus, Toronto, 2002
Hannelore Grünberg-Klein, Zolang er nog tranen zijn, Nijgh & Van Ditmar, 2015
Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998
Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767
https://www.gfh.org.il/eng/Archive
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939