Kirschner Eva

Eva Kirschner

*8.12.1917 in Bayreuth; ✡ 19.8.1993 in St. Louis

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Dr. med. Max Kirschner *7.3.1886 in München; ✡6.8.1975

Mutter Gertrude Schmidt *13.11.1891 in Frankfurt; ✡27.11.1962

Großvater Emanuel Kirschner *15.2.1857 in Rokititz; ✡28.9.1938 in München

Großmutter Ida Bühler *22.1.1862 in Bühl, Baden; ✡4.6.1942 in München

Großmutter Bertha Schmidt, Frankfurt

Urgroßvater Aron Kirschner * 2.3.1827 Beuthen; ✡14.8.1911 in Berlin

Urgroßmutter Bertha Böhm * 1829 Guttentag

Bruder

Siegfried Kirschner *30.10.1919 in Bayreuth; ✡ 14.5.2006 in San Rafael, Kalifornien

Cousins/Verwandte

Ruth Kirschner *11.1.1918 in Berlin; ✡2009 in Shavei Tzion, Israel

Beruf Krankenschwester

Adressen Bayreuth; Frankfurt; Gut Winkel, Spreenhagen; Berlin; London; St. Louis

Heirat 23.7.1939 in London Hans Simon Mendelsohn *23.7.1913 in Berlin; 11.12.2004 Edwardsville Illinois

Kinder vier

Weiterer Lebensweg

Großvater Emanuel Kirschner war für 45 Jahre Hauptkantor an der Hauptsynagoge in München; Er galt lange als der bedeutendste jüdische Kantor in Deutschland 8. Juni 1938 Anordnung der nationalsozialistischen Regierung zum des Abrisses derSynagoge am folgenden Tag, sang Emanuel Kirschner in einem am Abend rasch improvisierten Abschiedsgottesdienst als Schlussgesang den 102. Psalm. Durch den Abriss verlor Kirschner auch seine Kantorenwohnung im jüdischen Gemeindehaus und musste in das Altenheim der IKG München in der Kaulbachstraße 65 umziehen

24.6.1938 Großeltern Emanuel und Ida Kirschner ins Altenheim der IKG München, Kaulbachstraße 65

28.9.1938 Tod des Großvaters in München

Novemberpogrom

10.11.1938 Vater Max verhaftet in Frankfurt, „Schutzhaft“ im KL Buchenwald; Häftlingsnummer 29624

28.11.1938 Entlassung des Vaters aus dem KL Buchenwald mit der Auflage, Deutschland zu verlassen

2.12.1938 Postüberweisung von 30 RM Reisegeld nach Buchenwald von G.Kirschner

Gut Winkel

Eva Kirschner zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.

Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.

Minderheitenvolkszählung

17.5.1939 wurden 210 jüdische Bewohner in Gut Winkel erfasst.

17.5.1939 Max und Gertrud Kirschner in Frankfurt Mainzer Landstraße 21

England

20.5.1939 Familie Kirschner abgemeldet in Frankfurt zur Emigration nach England

23.7.1939 Heirat in London mit Hans Simon Mendelsohn

Britischer Census

29.9.1939 Eva mit den Eltern und Bruder Siegfried in 8, Charles Gardens, Hampstead, London

23.12.1939 Eva Kirschner auf der SS GEORGIC von Liverpool nach New York

Kontakt in London

Gedenken

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/70356091

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/6271282

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/78827153

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 6432); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

United Kingdom and Ireland, Outgoing Passenger Lists, 1890-1960

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

“My