Goldwein Irmgard

Irmgard Ilse Goldwein

*19.7.1912 in Meimbressen; ✡5.8.2005 in Frankfurt

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Levy Goldwein *28.12.1868 in Meimbressen; ✡4.8.1941

Mutter Mathilde geb. Goldwein *5.7.1888 in Meimbressen; 1944 in Stutthof

Jugendliche aus Meimbressen 1927; Irmgard Goldwein stehend zweite von links; Erich Goldwein sitzend zweiter von links

Geschwister

Hermann/Naphtali Goldwein *21.5.1911 in Meimbressen; ✡1941 in Hadera, Palästina

Martha Goldwein *2.8.1914 in Meimbressen; ✡18.10.1936 in Meimbressen

Erich/Eliahu Goldwein *20.9.1918 in Meimbressen; ✡4.4.1982 in Tel Aviv

Adressen Meimbressen Haus Nr. 43; Berlin Weissensee, Parkstr 22

Beruf Lehrer

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

Hermann Goldwein als Lehrer in die Israelitische Taubstummenanstalt in Berlin Weißensee, Parkstraße 22; Träger war der Verein Jedide Ilmim (Freunde der Taubstummen)

3.8.1936 Ankunft von Bruder Erich in Haifa mit einem Studentenzertifikt der Jugendalija der Kategorie B(III)

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Hermann Goldwein in Berlin, Parkstraße 22 zusammen mit weiteren 50 Personen, davon fünf Mitgliedern der Familie des Heimleiters Dr. Felix Reich („Halbjude“),

17.5.1939 Irmgard Goldwein und beide Eltern erfasst in Meimbressen, Haus Nr. 43

Alija beth auf der SS HILDA – Sonderhachschara 2

12.10.1939 Irmgard und Bruder Hermann Goldwein Bahnfahrt von Berlin über Frankfurt und Passau nach Wien; die zweite Hälfte des Transportes kam von Breslau nach Wien

14.10. 1939 Ankunft in Wien, über die Schwarzmeerroute Bratislava, Budapest, Belgrad, Bukarest

6.11.1939 Ankunft in Sulina, Schwarzmeer-Hafen

26.11.1939 Abfahrt mit 729 Passagieren auf der SS HILDA

15.1.1940 hinter den Dardanellen von britischer Marine gestoppt und geentert

22.1.1940 Ankunft vor der Dreimeilen-Zone vor Haifa

24.1.1940 Britische Mandatsbehörden verweigern die Landung

29.1.1940 Ankunft Haifa nach Abschluß von Verhandlungen zwischen Sochnut (Jewish Agency) und britischer Mandatsregierung

29.1.1940 mit Bussen in das Internierungslager nach Athlit verbracht

14.2.1940 Registrierung von Hermann Goldwein in Athlit; sie gibt den Lehrer Herbold Löwenstein als Referenz an, als Gemeindeältesten Rabbi Jakob Trauenberg, beide Meimbressen (Dokument D/717/40/CHU);

16.2.1940 Registrierung von Hermann Goldwein in Athlit; er gibt den Leo Less als Referenz an, als Gemeindeältesten Rabbi Blumenthal

18.2.1940 Entlassung der Frauen aus dem Lager

29.7.1940 Entlassung der Männer aus dem Lager Athlit

Hermann will zu Bruder Erich, Irmgard geht zu Zwi Blumenstein

Kassel – Ghetto Riga

4.8.1941 Tod des Vaters in Meimbressen

8.12.1941 Mutter aus Kassel, Admiral-Scheer-Straße 13 mit 12 Mitgliedern der Familie Goldwein über Nacht im Sammellager Turnhalle Wörthschule, Schillerstraße

9.12.1941 Deportation der Mutter von Kassel nach Riga mit dem Transportzug Da 36 mit 1022 Kasseler Juden

Bahnfahrt über Berlin, Breslau, Posen, Königsberg, Riga- Skirotawa

12.12.1941 Ankunft Skirotawa; Fußmarsch ins Ghetto Riga bei über 10 Grad minus

3.November 1943 Auflösung des Ghetto Riga

Sommer 1944 Auflösung des KL Kaiserwald, Riga

Juli – September 1944 Transporte der Arbeitsfähigen aus Riga per Schiff nach Stutthof

Juli 1944 Krebsbach-Aktion zur Vorbereitung auf die Auflösung von KL Kaiserwald nach Stutthof; Louis Goldwein wird erschossen

6.8.-9.8.1944 1. Großer Transport mit der „Bremerhaven“ von Riga nach Danzig

1944 Tod der Mutter in Stutthof

Einzige Riga- Überlebende aus der Familie Goldwein ist Marga Goldwein (1925-2013)

Nachkriegszeit

1951 Remigration von Irmgard nach Neuwied

Umzug nach Wiesbaden

Gedenken

Grabstein für Hermann Goldwein auf dem Old Hadera Cemetery/Gan Shmuel,

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Einwanderungslisten

Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://www.judaica-in-meimbressen.de/general-5

https://www.ushmm.org/online/hsv/source_view.php?SourceId=19561

www.raoulwallenberg.net/general/ruth-kl-uuml-ger-mossad-le/

Rudolf Stern (Chawer aus Dortmund), Meine Aliyah – 13. Oktober 1939 – 29. Januar 1940; unveröffentliches Manuskript, 1987

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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