Nemeth Rosa

Rosa Nemeth

*24.6.1921 Leipzig

Staatsangehörigkeit polnisch, staatenlos

Religion jüdisch

Vater Leiser Nemeth *8.4.1892 in Jezupol Stanislau

Mutter Drachtenber Matka *4.11.1885 in Sienawa

Onkel

Henoch Nemeth false Rubin

Israel Abraham Nemeth *30.7.1886 Stanislau

Tante Erna Ester Rachel Nemeth *23.5.1889 Stanislau; 

Cousinen/s

Hermann Nemeth *10.7.1922 in Leipzig

Kläre Nemeth *22.9.1924 in Leipzig

Gerda Nemeth *28.3.1926 in Leipzig

Beruf Näherin; Ausbilderin für den JCB, Joodse Raad

Adressen Leipzig, Humboldstraße 24;

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

Hachschara Lehrgut Schniebinchen

Kläre Nemeth zur Hachschara auf Schniebinchen

Polenaktion

28.10.1938 Abschiebung von 15000 polnischen Juden ach Zbaszyn

23.1.1939 Ein Teil der Familie emigriert nach Polen; dazu zählen die Tante Erna und deren Kinder Gerda und Hermann

1939 ein anderer Teil flieht in die Niederlande nach Zandvoort, später Den Haag

Kamp Westerbork- KL VUGHT – Strafbaracke

6.1.1943 Rosa Nemeth in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork

Vater Leiser versteckt in der Psychiatr. Klinik Den Haag; als „onderduiker“ in die Strafbarackn 68 im Kamp Westerbork

20.2.- 3.7.1943 Vater Leiser stationär behandelt in Baracke 4a Lager Ziekenhuis

3.7.1943 Vater Leiser wieder in Strafbaracke 67 im Kamp Westerbork

20.7.1943 Deportation der der Eltern von Westerbork nach Sobibor

KL Vught – PHILIPS Deportation – Auschwitz – Ravensbrück -Eidelstadt

22.4.1943 Lore Blank aus dem Kamp Westerbork in das KL Vught, zur Zwangsarbeit im Außenlager der Fa. Philips in Eindhoven

Juni 1944 Schließung des KL Vught

3.6.1944 Rosa Nemeth mit 496 Philips-Gefangenen bei der „PHILIPS Deportation“ auf der Transportliste vom KL Vught nach Auschwitz „PHILIPS Deportation“

Lilly Klafter aus Amsterdam berichtet:

„They told us that we were being sent East, to work.  They put us on passenger trains in good condition.  We didn’t know where we were going.  Two days later we reached the camp [Auschwitz-Birkenau]… They got us off the trains with screams and deadly blows.  They stood us in a line… they brought us to the „sauna“.  We smelled something dreadful, and asked the veteran inmates what the strange smell was.  „That’s scorched human flesh.“  We didn’t believe our ears.  What did that mean? „Yes, here, human beings are burned.“  When they brought us to the „sauna“, we saw chimneys belching out thick smoke…“

Nach etwa sieben Wochen wird die Gruppe der „Philips-Facharbeiterinnen“ verlegt nach Reichenbach in die Telefunken-Fabrik

Bereits August 1944 kamen 2.500 Frauen aus dem KL Ravensbrück in das Außenlager Helmstedt-Beendorf zur unterirdischen Rüstungsproduktion. Die Bergwerke „Marie“ bei Beendorf und „Bartensleben“ bei Morsleben erhielten die Decknamen „Bulldogge“ und „Iltis“. Anfang Dezember 1944 kommen die Frauen der Diamantgroep hinzu.

Am 10. April 1945 erfolgt die Räumung beider Lager in Eisenbahnwaggons über Magdeburg, Stendal und Wittenberge in das Auffanglager Wöbbelin bei Ludwigslust, wo die Männer bis zu ihrer Befreiung durch amerikanische Streitkräfte am 2. Mai 1945 bleiben. Die Frauen werden nach Hamburg weitertransportiert, wobei zahlreiche an Erschöpfung, Hunger und Durst starben.

20./21.4.1945 in das am erst 7. April geräumte Außenlager Hamburg Eidelstedt werden erneut mehrere hundert Frauen eingewiesen. Anfang Mai kamen weitere Häftlinge aus den Hamburger Frauenaußenlagern Langenhorn/Ochsenzoll und Wandsbek hinzu.

1.5.1945 Rosa Nemeth auf einem Rote-Kreuz-Rettungstransport mit vielen Frauen nach Schweden gerettet.

5.5.1945 die 158. Brigade der Royal Army erreicht das Frauenaußenlager des KL Neuengamme; aus dem Kriegstagebuch der des Hauptquartiers 158. Brigade der Royal Army

480 Frauen – sehr schlimme Zustände, wenig oder keine Lebensmittel, Durchfall, Krankheiten / Deutsche Kriegsgefangene zu Aufräumarbeiten herangezogen. Brot ist knapp. 319 Deutsche, 3 Russinnen, 2 Polinnen, 1 Belgierin, 1 Niederländerin, 4 Italienerinnen, 99 Jugoslawinnen, 18 Tschechinnen, 5 Ungarinnen“

Nachkriegszeit

Sommer 1945 Sammellager Hässleholm

Eintritt in den Hechaluz

Hechaluz Mitglieder im Lager Hässleholm Sommer 1945

1945 registriert als Mitglied des Hechaluz Schweden

26.4.1946 Rückkehr nach Amsterdam

1949 Alija nach Israel

Gedenken

Quellen

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

http://www.joodsmonument.nl/en/page/145279/leizer-nemet

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/78777784

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130346606

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/390796

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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