Hanna Chana Schmuckler
*17.7.1924 in Köln
Staatsangehörigkeit deutsch; nach Heirat tschechisch
Religion jüdisch
Vater Arthur Schmuckler *18.4.1877 in Bernburg; ✡24.7.1942 in Maly Trostinec
Mutter Recha Schönstädt * 8.2.1892 Helsen, Kreis der Twiste,Waldeck; ✡ 15.10.1944 Auschwitz
Großeltern Herrman Schönstadt, Johanna Schönstadt geb Joseph
Geschwister
–
Beruf –
Adressen Köln, Cäcilienstraße 18;
Heirat unbekannt Klein (Tibor?)
Kinder –
Weiterer Lebensweg
„Wir kehren wieder“ –Massenerschießung in Maly Trostinec

19.7.1942 Verbringung der Deportierten, davon 118 Heimkinder unter zehn, davon 11 unter einem Jahr alt, sowie von den Mitarbeitern aus dem israelischen Kinderheim in die Westhalle der Messehalle in Köln-Deutz,
„Wir kehren wieder“, sangen die Kinder aus dem jüdischen Kinderheim bei der Abreise
20. 7.1942 Vater Arthur Schmuckler per Zug Da 219 von Köln nach Minsk deportiert, 1.164 Menschen, darunter 118 Kinder aus dem jüdischen Waisenheim St. Apernstraße 29/3;
24. 7. 1942 Ankunft am Güterbahnhof Minsk, von dort mit Lastwagen in das Waldstück Blagowschtschina in der Nähe des Dorfes Maly Trostenez unweit von Minsk verbracht, vor bereits vorbereiteten Gruben von Kommandos der Sipo und des SD erschossen und in Massengräbern verscharrt
Köln – Theresienstadt – Auschwitz
5.9.1942 Hanna Schmuckler mit der Mutter Recha auf dem Transport III/3 von Köln nach Theresienstadt

15.5.1944 Hanna Schmuckler auf dem Transport D z von Theresienstadt nach Auschwitz

12.10.1944 Mutter Recha auf dem Transport E q von Theresienstadt nach Auschwitz
Weiße Busse
Bereits August 1944 kamen 2.500 Frauen aus dem KL Ravensbrück in das Außenlager Helmstedt-Beendorf zur unterirdischen Rüstungsproduktion. Die Bergwerke „Marie“ bei Beendorf und „Bartensleben“ bei Morsleben erhielten die Decknamen „Bulldogge“ und „Iltis“. Anfang Dezember 1944 kommen die Frauen der Diamantgroep hinzu.
Am 10. April 1945 erfolgt die Räumung beider Lager in Eisenbahnwaggons über Magdeburg, Stendal und Wittenberge in das Auffanglager Wöbbelin bei Ludwigslust, wo die Männer bis zu ihrer Befreiung durch amerikanische Streitkräfte am 2. Mai 1945 bleiben. Die Frauen werden nach Hamburg weitertransportiert, wobei zahlreiche an Erschöpfung, Hunger und Durst starben.
20./21.4.1945 in das am erst 7. April geräumte Außenlager Hamburg Eidelstedt werden erneut mehrere hundert Frauen eingewiesen. Anfang Mai kamen weitere Häftlinge aus den Hamburger Frauenaußenlagern Langenhorn/Ochsenzoll und Wandsbek hinzu.
1.5.1945 Hanna Schmuckler auf einem Rote-Kreuz-Rettungstransport mit vielen Frauen nach Schweden gerettet.



Oktober 1945 auf der Mitgliederliste des Hechaluz Schweden
17.11.1947 noch in Schweden
17.12.1947 Alija auf der SS CYPRUS
Gedenken
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Quellen
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/78777786
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5090231
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127176143