Liesbeth Baum geb. Mayer
*22.6.1906 in Solingen; ✡ 6.4.1889 in Israel
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Sally Mayer *1873; ✡1948
Mutter Frieda Ginsburg *1878; ✡ 1934
Geschwister unbekannt
Beruf Kinderpflegerin; Haushilfe
Adressen Solingen; Schweden; Israel
Heirat Walter Julius Baum *17.6.1908 in Kaiserslautern; ✡2.8.1989 in Israel
Kinder eins
Miriam Baum *13.12.1942 in Frederickssund; oo Kendall
Weiterer Lebensweg
Flucht nach Dänemark
1939 Emigration von 500 garantierten Jugendlichen nach Dänemark zur Hachschara auf einzelnen Bauernhöfen
9.4.1940 Einmarsch der Deutschen in Dänemark; Dänemark bleibt in Teilen autonom bis zum Oktober 1943
Ausnahmezustand in Dänemark 1943
29.8.1943 Die deutschen Besatzer verkünden den „Ausnahmezustand“ wegen zunehmender Widerstandaktionen
17.9.1943 Adolf Hitler befiehlt die Endlösung für die Juden in Dänemark
September 1943 Anordnung von Werner Best, SS-Obergruppenführer und Generalbevollmächtigter für Dänemark
„Die Festnahme der zu evakuierenden Juden erfolgt in der Nacht vom 1. zum 2.10.43. Der Abtransport wird von Seeland zu Schiff (ab Kopenhagen), von Fünen und Jütland mit der Bahn Sonderzug durchgeführt“.
28.9.1943 der deutsche Diplomat Georg Ferdinand Duckwitz verrät die geplante Deportation bei einem Treffen mit dänischen Sozialdemokraten.
Oktober 1943 7700 Juden können sich mit Hilfe der dänischen Bevölkerung in einer Massenflucht über den Øresund (Ostsee) nach Schweden retten.

8.-9.10.1943 Liesbeth mit Tochter Miriam auf einem Fischerboot von Kopenhagen nach Schweden


Oktober 1945 Walter, Liesbeth und Tochter Miriam auf der Mitgliederliste des Hechaluz Schweden als alte Chaluzim
Gedenken
Grabstein für Liesbeth und Walter Baum auf dem Ne’Ot Mordekhai Cemetery
Quellen
http://mjhnyc.org/exhibitions/courage-to-act-rescue-in-denmark/
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316