Margot Vohs auch Voss
*28.7.1924 in Mönchengladbach
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Norbert Vohs/Voss *29.10.1889 in Gladbach; ✡18.9.1936 in München-Gladbach
Mutter Herta Vohs geb. Gadiel *13.1.1899 Breslau; ✡ vor 1945 in Auschwitz
Geschwister
Herbert Hans Vohs *4.7.1922 in München-Gladbach; ✡ca 1930
Kurt Werner Vohs *21.1.1926 in München-Gladbach; ✡ vor 1945 in Auschwitz
Beruf Kinderpflegerin; Übersetzerin
Adressen Mönchengladbach; Schweden;
Heirat
16.11.1946 in Matteus, Stockholm mit Tore Edmund Schmidt *16.6.1904 ✡26.3.1964
16.6.1951 zweite Ehe in Lima Ernst Bernfeld *24.1.1911; ✡23.3.2005 Lima
Kinder –
Weiterer Lebensweg
18.9.1936 Tod des Vaters Norbert in München-Gladbach
Umzug der Witwe Herta Vohs mit ihren drei Kindern nach Berlin
Minderheitenzählung
17.5.1939 Margot Vohs bei der Mutter und beiden Brüdern in Berlin Schöneberg, Apostel-Paulus-Straße 26
Dänemark
1939 Emigration von 500 garantierten Jugendlichen nach Dänemark zur Hachschara auf einzelnen Bauernhöfen
7.10.1939 Margot Vohs nach Dänemark
9.4.1940 Einmarsch der Deutschen in Dänemark; Dänemark bleibt in Teilen autonom bis zum Oktober 1943
Ausnahmezustand in Dänemark 1943
29.8.1943 Die deutschen Besatzer verkünden den „Ausnahmezustand“ wegen zunehmender Widerstandaktionen
17.9.1943 Adolf Hitler befiehlt die Endlösung für die Juden in Dänemark
September 1943 Anordnung von Werner Best, SS-Obergruppenführer und Generalbevollmächtigter für Dänemark
„Die Festnahme der zu evakuierenden Juden erfolgt in der Nacht vom 1. zum 2.10.43. Der Abtransport wird von Seeland zu Schiff (ab Kopenhagen), von Fünen und Jütland mit der Bahn Sonderzug durchgeführt“.
28.9.1943 der deutsche Diplomat Georg Ferdinand Duckwitz verrät die geplante Deportation bei einem Treffen mit dänischen Sozialdemokraten.
Oktober 1943 7700 Juden können sich mit Hilfe der dänischen Bevölkerung in einer Massenflucht über den Øresund (Ostsee) nach Schweden retten.

Margot Voss am 10.10.1943 nach Hälsingborg
Sie geht nach Hässleholm
Emigration nach Schweden
Frühjahr 1939 das Londoner Büro der „Youth Aliyah“ überträgt Eva Warburg die Leitung der Jugend Alijah i Sverige mit Sitz in Stockholm
Juni 1939 wurde der alte Gutshof Hälsinggården in Korsnäs in Nordschweden bei Falun als Jugendalijah-Hof für die mittlere Hachschara (15-17 Jahre) in Trägerschaft der »Stiftung für Landwirtschaftsausbildung« eröffnet
Berlin-Auschwitz
31.1.1941 Bruder Werner offiziell abgemeldet zur Emigration; zur Hachschara ins Landwerk Neuendorf
1.3.1943 Mutter Herta in der Fabrikaktion auf dem 31.Osttransport von Berlin nach Auschwitz
17.5.1943 Bruder Werner auf dem 38. Osttransport aus Neuendorf ab Berlin nach Auschwitz
Nachkriegszeit


Oktober 1945 Margot Voss auf der Mitgliederliste des Hechaluz Schweden, „Alte Chaluzim“
Gedenken
–
Quellen
https://collections.arolsen-archives.org/de/search/topic/3-1-1-3_1211000?s=1211000
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/78777793
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127212917
Courage to Act: Rescue in Denmark
https://safe-haven.dk/fileadmin/user_upload/P.M._Vohs__Margot_Ruth.pdf
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316