Jacoby Klaus

Klaus „Claude“ Jacoby

*20.11.1916 in Düsseldorf; ✡ 1.4.1964 in Oslo

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Arthur Jacoby *27.10.1874 in Dorstfeld (Dortmund); ✡nach 11.1942 Minsk

Heirat der Eltern 15.7.1910 in Neheim

Mutter Ella Rosenthal *23.9.1888 in Neheim; ✡nach 11.1942 Minsk

Großeltern Abraham Jacoby und Julie Philipp

Großeltern Julius Rosenthal (1850) und Hedwig Oppenheimer

Geschwister

Inge Jacoby *18.6.1911 in Düsseldorf; ✡2007 Johannesburg; oo Chaim Albert Falkovsky/Falkaukas

Beruf Fotograf, Journalist

Adressen Düsseldorf, Sternstraße 76, Venloer Straße 11a; Dresden, Grunaerstraße 13; New Orleans;

Heirat Susanne Harlan-Körber *17.6.1932 in Berlin; ✡1.1.1989 Suizid in Berlin;

Schwiegervater Veit Harlan

Regisseur des von Goebbels in Auftrag gegebenen antisemitischen Hetzfilm Jud Süß

Kinder

Jessica Jacoby *1954 in Frankfurt

Weiterer Lebensweg

Mitglied im Makkabi Hazair

Führerkursus 15.-26.4.1936 in Gut Winkel

Klaus Jacoby auf der Gestapoliste des vom Makkabi Hazair im Gut Winkel ausgerichteten Führerkursus mit 64 Teilnehmern aus Deutschland

SD Gestapo Oberabschnitt Ost an das Reichssicherheitshauptamt RSHA 
Liste der 64 Teilnehmer am Führerkursus des Makkabi Hazair, 15.-26.4.1936 in Gut Winkel

Als Wohnadresse gibt er an Dresden, Grunaerstraße 13; in unmittelbrer Nähe (Grunaer Straße 47) befand sich die Zentrale der Jüdischen Vereinigung Esra eV Verein zur Unterstützung ackerbautreibender Juden in Palästina und Syrien.

1937 Umzug der Familie in Düsseldorf von der Sternstraße 76 in die Venloer Straße 11a

30.9.1938 abgemeldet aus Düsseldorf nach New York

8.-15.10.1938 Klaus Jacoby auf der SS NIEUW AMSTERDAM von Rotterdam nach New York

Heimatadresse

Novemberpogrom

10.11.1938 die Wohnung der Eltern wird verwüstet

Schwester Inge Jacoby emigriert nach Südafrika

Düsseldorf Minsk

27.10.1941 Ankündigung der Deportation der Eltern

9.11.1941 Verbringung der Eltern in die Viehhallen des alten Schlachthofs

10.11.1941 beide Eltern mit insgesamt 997 Juden auf dem Bahntransport ab Güterbahnhof Düsseldorf-Derendorf nach Minsk

14.11.1941 Ankunft in Minsk; Transport Leiter Meurin, Hauptmann der Schutzpolizei Düsseldorf in seinem Rapport:

„Die Juden waren um diese Zeit ziemlich weich, da der Zug vielfach unbeheizt liegengeblieben war und vor allem seit Einfahrt ins russische Gebiet keine Möglichkeit mehr gegeben war, Wasser zu fassen…“

Tod der Eltern Ella und Arthur Jacoby in Minsk

Nachkriegszeit

Ca 1951 Rückkehr von Claude Jacoby aus New Orleans nach Deutschland

Gedenken

28.8.2014 Stolpersteine für die Eltern in Düsseldorf Venloer Straße 11 a

Quellen

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_rhl_411110.html

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411110-21.jpg

https://www.bpb.de/themen/deutschlandarchiv/324440/jessica-jacoby-lebenslanges-engagement-fuer-die-sichtbarkeit-von-juedinnen

http://gedenkbuch-duesseldorf.de/memory-book/jacoby-arthur-artur/?_sfm_person_name=Jacoby

https://www.mappingthelives.org

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 6235); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Genealogie Seite My Heritage

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://de.wikipedia.org/wiki/Susanne_K%C3%B6rber

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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