Luster Bernhard

Bernhard Luster/Dov Laor

*24.6.1920 in Berlin;

Staatsangehörigkeit polnisch, staatenlos

Religion jüdisch

Vater Josef Luster *23.2.1886 in Nadworna; 3.3.1943 Auschwitz

Mutter Tova Sokal *18.12.1885 in Stanislawow

Onkel Willy Chaim Luster *14.3.1884 in Nadvorna; 30.1.1943 in Auschwitz; oo Franziska Silbermann

Geschwister

Max Meir Luster/Laor *12.6.1915/1917 in Berlin; ✡1967 Kirijat Saul; ooChana Walfisch *1924

Deborah Luster; Überlebende; oo Leo Dumke

Neta Luster; Überlebende

Beruf Brigadegeneral der IDF

Adressen Berlin, Lothringer Straße 106, Weißenburger Straße 29

Heirat Ilana Plaut-Laor;

Stieftochter Iris

Weiterer Lebensweg

1933 Bar Mitzwa von Bernhard Luster in der Synagoge Rykestraße, Prenzlauer Berg

Novemberpogrom

9./10.11.1938 die Synagoge Rykestraße wird in Brand gesetzt; Bruder Bernhard berichtet

„Am 9./10. November 1938 (‚Kristallnacht‘) war ich zu Hause und sah die Synagoge brennen. Das Polizeirevier war in einem Nachbarhaus der Synagoge und der Polizeikommandant des Reviers hat dafür gesorgt, dass die Feuerwehr schnellstens kommt, um das Feuer zu löschen, da Gefahr bestand, dass die Häuser rundherum auch angesteckt wurden.“

3.4.1939 an Erew Pessach Wiedereröffnung der renovierten Synagoge Rykestraße

17.5.1939 beide Eltern in Berlin, Weißenburger Straße 29 bei der Minderheitenzählung

Vater Josef bis 1940 Vorstand der Synagogengemeinde Rykestraße

Zwangsarbeit des Vaters als Schweißer und Schlosser bei Fa. Oscar Koppenburg, Greifswalder Straße 141

Fabrikaktion – Auschwitz

20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“

März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz deportiert, um den Arbeitskräftebedarf im Nebenlager Buna zu decken.

2.3.1943 Mutter Toni Luster auf dem 32. Osttransport von Berlin nach Auschwitz

3.3.1943 Vater Josef auf dem 33. Osttransport von Berlin nach Auschwitz

Führerkursus 15.-26.4.1936 in Gut Winkel

Die Brüder Bernhard und Meir Luster auf der Gestapoliste des vom Makkabi Hazair im Gut Winkel ausgerichteten Führerkursus mit 61 Teilnehmern aus Deutschland

Bernhard und Meir zur Hachschara in das Lehrgut Schocken auch Gut Winkel bei Spreenhagen

5.4.-10.4.1939 Bernhard Luster auf der SS GALILEA von Triest nach Tel Aviv, mit einem Studentenzertifikat der Jugendalija der Kategorie B(III)

13.1.1941 Eintritt von Bernhard Luster in die Palestinian Company der Royal Army

17.11.1942 Einbürgerung von Bernhard Luster

1945 Bernhard mit der Jewish Brigade der Royal Army in Berlin

1948 Offizier im Unabhängigkeitskrieg; Militärdienst in der IDF; Aufstieg bis zum Brigadegeneral der IDF

Wiederholte Besuche in Deutschland

Gedenken

Messingtafel zur Erinnerung an die Eltern im Vorraum der Synagoge Rykestraße

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1112411

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1112537

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127212606

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.gedenktafeln-in-berlin.de/gedenktafeln/detail/josef-luster-/-toni-luster/2599

Genealogie Seite My Heritage

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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