Karl Kurt Sigler
*13.7.1917 Chemnitz
Staatsangehörigkeit staatenlos
Religion jüdisch
Vater Jakob Sigler *1853; 1925
Mutter Rachel Schönfeld *26.10.1872 in Jassy
Geschwister
Willy Sigler *4.6.1907; 1980 in Leicester; oo Fanny Goldstein (1911-2001)
Ewald Sigler *15.6.1909 in Chemnitz; 18.6.1909 in Chemnitz
Halbgeschwister aus der ersten Ehen des Vaters mit Leah Horn (1853-1905)
Salomon Sally Sigler *23.12.1884 in Piatra; April 1943 in Auschwitz; oo Ester Friedstein
Arthur Sigler *26.2.1886 in Piatra; 13.7.1942 in Auschwitz; oo Hedwig Lederer
Außerdem Hermann, Max, Leon, Bernard, Emil Sigler
Beruf –
Adressen Chemnitz, Heinrich-Beckstraße 3
Heirat ledig
Kinder–
Weiterer Lebensweg
Führerkursus 15.-26.4.1936 in Gut Winkel

Karl Sigler auf der Gestapoliste des vom Makkabi Hazair im Gut Winkel ausgerichteten Führerkursus mit 64 Teilnehmern aus Deutschland

6.7.1936 SD Gestapo Oberabschnitt Ost an das Reichssicherheitshauptamt RSHA: Liste der 64 Teilnehmer am Führerkursus des Makkabi Hazair, 15.-26.4.1936 in Gut Winkel
Novemberprogom
10.11.1938 Bruder Arthur und Willy in Chemnitz verhaftet, interniert im KL Buchenwald
14.12.1938 Entlassung von Bruder Arthur aus dem KL Buchenwald
3.1.1939 Entlassung von Bruder Willy aus dem KL Buchenwald
Minderheitenzählung
17.5.1939 Arthur und Hedwig Sigler mit Tochter Ingeborg in Chemnitz, Hindenburgplatz 2
17.5.1939 Sally und Ester Sigler in Chemnitz, Hugenbergstraße 60
18.7.1939 Bruder Willy emigriert nach England
Kindertransport


3.5.1939 Ingeborg Sigler auf der Liste des Kindertransports, offenbar nicht angetreten


10.8.1939 Ingeborg Sigler mit dem 28. Kindertransport ab Chemnitz, Berlin, Bielefeld, Bentheim, Hoek van Holland und dann mit der Fähre nach Harwich, England
Griechenland
Karl Sigler ist mit Sally und Esther Sigler nach Griechenland emigriert; er war aktiv im griechischen Widerstand; er soll bei Kämpfen der Partisanen umgekommen sein.
Ab dem 15. März 1943 erfolgen vier große Transporte mit insgesamt 9000 Juden aus Saloniki nach Auschwitz
19.-24.4.1943 Sally und Esther Sigler auf dem 2. Transport von Saloniki nach Auschwitz; 2800 jüdische Frauen, Männer und Kinder (584 Männer und 230 Frauen werden als Häftlinge übernommen, 1986 Personen werden sofort in die Gaskammern gebracht)
Chemnitz – Theresienstadt
2.7.1940 Mutter Rachel in das Jüd. Altersheim Chemnitz, Antonplatz 15
21.6.1943 Mutter Rachel aus dem Jüd. Altersheim ab Dresden nach Theresienstadt
Chemnitz – Auschwitz
13.7.1943 Arthur und Hedwig Sigler auf dem Transport Leipzig- Chemnitz-Auschwitz
Gedenken
5.9.1978 Page of Testimony von Bruder Willy für Karl Sigler
15.9.und 24.12.2005 Pages of Testimony für Sally und Esther Sigler von Sohn Gerhart
Quellen
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de960892
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de960899
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de960917
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de960894
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/7111175
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/128450647
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Genealogie Seite My Heritage
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316