Calmanowitz Rolf

Rolf Josef „Zeev“ Calmanowitz

*19.11.1919 in Leipzig; ✡31.3.1944 in Auschwitz

Staatsangehörigkeit Rumänien

Religion jüdisch

Vater Karl Calmanowitz *25.12.1882 in Dorohoi, Rumänien;

Mutter Regina Strauss *24.8.1882 Straßburg, Polen;

Geschwister

Irene Calmanowitz *1.4.1912 in Leipzig; oo Kaufmann

Erich Sami Calmanowitz *4.11.1917 in Leipzig

Heinz Calmanowitz *21.12.1915 in Leipzig;

Beruf Praktikant

Adressen Leipzig, Gohliser Straße 15; Gutwinkel, Spreenhagen; Assen, Rolderstraat 54

Heirat ledig

Kinder

Weiterer Lebensweg

Gut Winkel

Rolf Calmanowitz zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.

Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.

Bei der Minderheitenvolkszählung am 17. Mai 1939 wurden 210 jüdische Bewohner erfasst.

Minderheitenvolkszählung

17.5.1939 Rolf gemeldet in Leipzig, Gohliser Straße 15 mit Vater Karl, Mutter Regina, Schwester Irene Kaufmann und den Brüdern Erich und Heinz

1939 Flucht der Schwester Irene Kaufmann in die Schweiz

29.12.1939 Flucht der Brüder Erich und Heinz Calmanowitz nach Brasilien

18.1.1940 Flucht der Eltern nach Brasilien

Hachschara bei der Deventer Vereniging

Deventer Vereniging tot Vakopleiding (Berufsausbildung) van Palestina-Pioniers

Gegründet 1917 für 28 galizische jüdische Weltkriegsdeserteure

Auf dem Dach des Beth Chaluz in Deventer links Rolf Calmanowitz, Mitte mit Schlaghose Albert Berger

5.5.1937 (1939?) Emigration von Rolf Calmanowitz in die Niederlande

In Assen; v.l. Isaac Leuvenberg (Lavi), Max Windmüller, Schraga Engel, Rolf Calmanowitz, Foto Leuvenberg

Rolf kommt nach Assen, Rolderstraat 54 zur Einzelhachschara im Zeijerveld, Drente

Onderduiker

Die Westerwheel-Gruppe beschafft ihm einen Versteckplatz

30.7.1942 vom Bürgermeister von Assen im „Algemeen Politieblad Nr. 30“zur Fahndung ausgeschrieben, da er „seinen Wohnort unerlaubt verlassen“ hat; dies war obligates Synonym für für das „onderduiken“ in ein Versteck.

Rolf Calmanowitz wird entdeckt und verhaftet.

Kamp Westerbork

1942 Rolf Calmanowitz eingewiesen in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork, Baracke

Exkurs Erna und Josef Weiss

Erna Weiss geb. Falk (*2.7.1893 in Krefeld; ✡6.5.1945 in Tröbitz) und ihr Ehemann Josef „Jupp“ Weiss (*16.5.1893 in Flamersheim; ✡12.9.1976 Jerusalem) waren von 1942 bis zu ihrer Deportation am 14.1.1944 nach Bergen Belsen verantwortlich für die Betreuung der Jugendlichen im Kamp Westerbork. Als Dank für für deren elterliche Fürsorge schrieben die 25 Jungen von Saal 4 diese Karte an Erna Weiss zum Muttertag 1942.

Grußkarte der 25 Schützlinge
Rolf Kalmanowitz links 5. von oben

6.11.1942 Rolf Calmanowitz auf dem Transport vom Westerbork nach Auschwitz.

31.3.1944 Tod in Auschwitz

Gedenken

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de890892

Josef Weiss Collection, Archiv Ghetto Fighters House

Josef Rolf Calmanowitz | Joods Monument

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130269307

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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